Maresi Austria: Die Bedeutung des Faktors "Es...
 
Maresi Austria

Die Bedeutung des Faktors "Essen"

CASH/Johannes Brunnbauer
Andreas Nentwich, Geschäftsführer Maresi, sprach mit CASH-Chefredakteurin Margaretha Jurik über Wachstums- und Krisenszenarien.
Andreas Nentwich, Geschäftsführer Maresi, sprach mit CASH-Chefredakteurin Margaretha Jurik über Wachstums- und Krisenszenarien.

Maresi-Geschäftsführer Andreas Nentwich führt ein umfangreiches Markenportfolio in Österreich, aber auch Deutschland. Ein Gespräch über neue ­Zielgruppen, fehlende Experimente und Konsumenten im Krisenmodus.

CASH: Im vergangenen Interview, allerdings vor Corona, haben Sie ein Umsatzziel von 150 Millionen Euro genannt, wo steht Maresi Austria jetzt und wie die Maresi Gruppe?
Andreas Nentwich: Das ist ein mittelfristiges Umsatzziel der Maresi-Gruppe. Die Richtung stimmt. Wir hatten ein schönes zweistelliges Wachstum von 2019 auf 2020, konnten 2021 ein weiteres Plus von 2,3 Prozent erzielen und damit einen Gruppenumsatz von 124 Millionen Euro erreichen. Die gute Entwicklung geht auch 2022 weiter. Aktuell erleben wir gerade ein Revival der Konserven. Inzersdorfer verzeichnete im ersten Quartal ein Plus von 31 Prozent zum Vorjahr. Im März erreichten wir den zweithöchsten Monatsumsatz nach dem ersten Lockdown 2020.

Worauf führen Sie das zurück?
2020 war ein absolutes Bevorratungsjahr für Konserven. So haben wir neue Konsumentinnen und Konsumenten gewonnen, die wir auch mit den Lockerungen in der Gastronomie nicht gänzlich verloren haben. Mit der Erkenntnis, dass Convenience und Qualität kein Widerspruch sind, haben sich Probierkäufer zu loyalen Markenverwendern entwickelt. Zudem gewinnt man den Eindruck, dass in einer zunehmenden Phase der Verunsicherung die Menschen Sicherheit in bekannten, bewährten Marken suchen und Experimente vermeiden. Eine österreichische Traditionsmarke vermittelt Sicherheit und Heimat und genießt damit mehr Akzeptanz als neue Marken.

Wie wirbt man in so unsicheren Zeiten für diese Marken?
Wir haben mit unseren heimischen Marken auch kommunikativ immer ein Österreich-Umfeld gesucht. Traditionelle Marken brauchen traditionelle Medien, und da geht nichts am ORF vorbei. Dort suchen wir nach Sendungen mit Österreichbezug, aktuell hat die Serie „Alles finster“ mit dem realen Blackout-Bezug auch thematisch gepasst.

Dennoch haben Sie sich mit Sugo in eine neue Kategorie gewagt …
Ja, der Vorstoß in eine neue Zielgruppe hat sich durchaus bezahlt gemacht. Wir erreichen mit Pure Beef Sugo junge kinderreiche Haushalte, die sich dann auch für die Marke insgesamt interessieren. Deswegen haben wir einen sanften Relaunch durchgeführt, das Erscheinungsbild aufgeräumt, um eine bessere Orientierung und mehr Information zur Herkunft und Produktion zu bieten.

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