Milford Austria: Karin Stainer: "Ich wollte d...
 
Milford Austria

Karin Stainer: "Ich wollte den Turnaround schaffen"

Georg Wilke
Karin Stainer, Geschäftsführerin von Milford Tee Austria, im Interview.
Karin Stainer, Geschäftsführerin von Milford Tee Austria, im Interview.

Karin Stainer, Geschäftsführerin bei Milford Tee Austria, hat in ihrem ersten Jahr im Teeunternehmen kräftig angezogen und kein Teeblatt auf dem anderen gelassen. "Wer mich kennt, ist da nicht allzu überrascht", schmunzelt sie im CASH-Interview über Neupositionierungen, Comebacks und den Meßmer-Moment.

CASH: Frau Stainer, Sie haben vor etwas über einem Jahr Griesson – de Beukelaer verlassen und sind zu Milford Tee Austria gewechselt – zu einem Zeitpunkt, an dem es dem Unternehmen nicht mehr so gut ging und die Marktanteile einen Tiefpunkt erreicht haben. Was waren Ihre Beweggründe?
Karin Stainer: Eigentlich genau das. Dieser Changemanagementprozess ist etwas ungemein Spannendes. Ich wusste um die herausfordernde Situation und die Aufgaben, die mir gestellt wurden. Genau diese ambitionierten Ziele haben mich gelockt. Ich wollte den Turnaround schaffen. Und den haben wir in sehr kurzer Zeit erreicht.

Untätigkeit kann man Ihnen jedenfalls nicht vorwerfen. Die Meldungen aus dem Hause Milford haben sich geradezu überschlagen. Können Sie die Neuerungen kurz umreißen?
Wir sind zwar in Hall in Tirol geblieben, aber an einen neuen Firmenstandort übersiedelt. Gleichzeitig haben wir die Logistik optimiert und das Team neu aufgestellt und positioniert, damit wir flexibel und schnell agieren können. Und wir sind neue Partnerschaften eingegangen. In der Gastronomie arbeiten wir mit der Firma Mautner Markhof zusammen, der LEH wird über die Firma Salexius betreut. Hier haben wir einen gemeinsamen Außendienst mit Schlumberger und Griesson – de Beukelaer. Auch bei unseren Produkten hat sich einiges getan und neue Marken sind dazugekommen. Bei Meßmer haben wir die Marke geschärft, das Sortiment noch einmal komplett überarbeitet und das Fokussortiment in ganz Österreich in die Regale gebracht.

Eine Überraschung war die Rückkehr der Marke Milford, nach dem diese 2019, noch bevor Sie zum Unternehmen gekommen sind, vom Markt genommen wurde. War der Rückzug ein Fehler?
Eigentlich nicht. Milford war seit Jahren stark rückläufig, obwohl die Marke Stärken und absolute Liebhaber hat. Wir haben sie untersucht, den Markenkern herausgearbeitet und die Marke gerelauncht. Nun ist ein überschaubares Sortiment mit acht Kernsorten im Hochkantformat auf dem Markt, mit einem sensationellen Preis-Leistungs-Verhältnis und einer wirklich guten Qualität. Damit müssen wir uns nicht verstecken.

Das Interview in voller Länge finden Sie im E-Paper der CASH-Jänner-Ausgabe.

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