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N. Osmic & A. Schröder: Neuheiten sind das Rezept zum Erfolg

Markus Wache
Nicole Osmic und André Schröder kennen die Wünsche ihrer österreichischen Kunden.
Nicole Osmic und André Schröder kennen die Wünsche ihrer österreichischen Kunden.

Johnson & Johnson entwickelt jedes Jahr Produktneuheiten, die nicht nur den eigenen Umsatz pushen, sondern auch ihre jeweiligen Kategorien zum ­Wachsen bringen, wie Dipl.-Ing. André Schröder, Commercial Director Alpine, und Mag. Nicole Osmic, Head Customer & Shopper Marketing schildern.

CASH: Herr Schröder, wie war das Jahr 2018 im Hinblick auf die Marktsituation und Ihre Unternehmensentwicklung? Werden Sie es im Guten in Erinnerung behalten?
André Schröder:
Auch 2018 ist die Unternehmensentwicklung von Johnson & Johnson wieder sehr positiv. Wir konnten unsere Positionen als Marktführer weiter ausbauen und waren im Bereich Beauty mit Neutrogena besonders erfolgreich. Hier haben wir unseren Marktanteil in der Mega-Kategorie Gesichtspflege weiter vergrößert. Der Launch der Neutrogena- Masken im Mai war sensationell. Wir haben in nur wenigen Wochen einen Marktanteil von mehr als 10 % in der Kategorie erreicht. In der Mundpflege bleiben wir auf Erfolgskurs: Listerine ist überzeugender Marktführer. Der Relaunch mit neuen Verpackungen sorgte für eine bessere Orientierung am Regal. Mit Carefree konnten wir dank eines starken Aktivitätenprogramms die Marktführerschaft weiter auf 52,4 % ausbauen. Erfreulich ist auch die positive Entwicklung von Penaten. Hier haben wir in den letzten Monaten unsere Marktführerschaft im Bereich der Toiletries gestärkt. Auch die Feuchttücher zeigen, vor allem seit dem Verpackungsrelaunch, eine sehr positive Sell-out-Performance.
Frau Osmic, was würden Sie als die größten Herausforderungen am Markt im letzten Jahr festmachen?
Nicole Osmic: Im Category Management gibt es Jahr für Jahr eine große Herausforderung: Der Handel hat keine Gummiregale und der Platz ist limitiert. Wir versuchen daher durch effiziente Promotion-Tools, Category-Management-Projekte und ständige Evaluierungen, der Beste und Effizienteste im Regal zu sein. Unsere Shopper-Abteilung setzt sich damit laufend auseinander und arbeitet eng mit dem Handel zusammen.
Schröder: Eine große Herausforderung ist auch, das Standardsortiment im Regal präsent zu halten, weil jedes Jahr viele Neuheiten auf den Markt kommen.
Nicole Osmic: „Wir sind eine Customer-­Shopper-orientierte Organisation.“
Markus Wache
Nicole Osmic: „Wir sind eine Customer-­Shopper-orientierte Organisation.“
Wie wichtig sind Neueinführungen für Ihr Geschäft?
Schröder: Wir haben einen zweistelligen Anteil an Neueinführungen, bezogen auf das Gesamtsortiment, und sie tragen zweistellig zum Umsatzwachstum bei. Wir investieren viel in diesem Bereich und eruieren mit unseren Handelskunden gemeinsam, in welchen Bereichen es die größten Potenziale gibt, und erstellen Joint Business-Pläne, wo wir investieren möchten. Ich denke, dass gerade diese Vorgehensweise einer unserer Erfolgsfaktoren ist.
Schätzt der Handel dieses Engagement?
Schröder: Ja. Aus der Perspektive des Handels sowie auch aus unser Sicht ist es wichtig, dass die gesamte Kategorie wächst. Wir prüfen deshalb vor Produkteinführung kritisch, welches Potenzial dahintersteckt und welche Neuheiten die Kategorie braucht, um Wachstum zu generieren.
Markus Wache
Was bedeutete denn beispielsweise die angesprochene Neutrogena-Produkteinführung für die Kategorie Gesichts­pflege?
Osmic
: Das Masken-Segment ist sehr dynamisch und wächst wie kaum ein anderes. Jedes vierte Produkt innerhalb der Kategorie Gesichtspflege, das im DFH gekauft wird, ist mittlerweile eine Maske. Wir konnten hier auch ein zweistelliges Wachstum verzeichnen – Tendenz stark steigend. Wir haben mit unseren Gelmasken Neutrogena Hydro Boost eine technologische Innovation herausgebracht, die Vorreiter am Markt ist.
Schröder: Die Kategorie Gesichtspflege wuchs am Gesamtmarkt im letzten Jahr um etwa 3,4 %. Neutrogena hat mit über 30 % einen signifikant hohen Beitrag dazu geleistet. Darauf sind wir besonders stolz, denn es wird in den hierzulande sehr weit entwickelten Märkten immer schwieriger, die Kategorien zu beleben und zum Wachstum zu bringen.
Sie sind in der Gesichtspflege außerdem mit bebe hierzulande schon lange vertreten. Wie entwickelt sich die Marke?
Osmic: Bebe ist eine sehr starke Marke, mit der wir zufrieden sein können. Die bebe-Reingungstücher sind weiterhin das stärkste Produkt in der Kategorie der universellen Gesichtspflege – sowohl in der Menge als auch im Wert. Jedes zweite Reinigungstuch, das im österreichischen Handel über den Ladentisch geht, ist von bebe.
Kommen wir zum zweiten wichtigen Bereich – der Mundpflege. Was waren da 2018 die großen Meilensteine?
Osmic: Wie bereits angesprochen, haben wir 2018 einen Relaunch umgesetzt und zwei Linien – Base und Premium – eingeführt. Mit dem Launch von Listerine Nigthly Reset haben wir zudem einen neuen Verwendungsanlass für Mundspüler geschaffen, der in diesem Bereich die Frequenz erhöhen soll. Aktuell verwenden unsere Shopper etwa 3,7 Flaschen im Jahr. Wenn man sich an die Empfehlung hält, zweimal täglich Mundspülungen zu verwenden, wären wir bei zwölf Flaschen. Man könnte also den gesamten Kategorieumsatz erheblich ausbauen, wenn die Frequenz entsprechend erhöht wird.
Schröder: Auch in diesem Bereich zeigt sich die positive Auswirkung auf die gesamte Kategorie, denn Listerine hat mit dem Markteintritt vor etwa acht Jahren die anderen Player nicht verdrängt, sondern die Kategorie insgesamt verdoppelt und die Penetration und Frequenz deutlich gesteigert. 
André Schröder: „Neueinführungen tragen zweistellig zum Umsatzwachstum bei.“
Markus Wache
André Schröder: „Neueinführungen tragen zweistellig zum Umsatzwachstum bei.“
Wie flexibel und agil kann J&J Austria, als Teil eines globalen Konzerns, auf die Shopperbedürfnisse in Österreich eingehen?
Osmic
: Wir sind eine Customer-Shopper-orientierte Organisation mit den Vorteilen eines großen Konzerns als Rückenwind. Wir passen unsere globalen Strategien den Wünschen der österreichischen Kunden entsprechend an. Das bedeutet auch, dass Category Management und Promotions bei uns lokal gesteuert werden. Wir setzen regelmäßig handelspartnerspezifische Projekte um.
Schröder: Das klassische Above-the-Line-Marketing wird zentral gesteuert und wir sind hierzulande für Customer und Shopper Development zuständig.
Einige Ihrer Produkte sind dauerhaft im Diskont vertreten, wie entwickeln sie sich dort?
Schröder
: Gut. Wir sind überall dort, wo unsere Shopper sind. Aktuell sind wir im Diskont hierzulande in den Kategorien Mund- und Damenhygiene vertreten und machen darüber hinaus In-Out-Aktionen in anderen Warengruppen.
Welche Schwerpunkte werden Sie 2019 setzen und stehen schon weitere Neueinführungen in den Startlöchern? 
Osmic
: Wir werden weiterhin auf Beauty setzen und haben viele Überraschungen für unsere Konsumenten geplant. Eine Neueinführung, die im März 2019 in die Regale kommt, ist die Skin Detox-Linie von Neutrogena, die die Haut gegen sämtliche Schadstoffe und vor täglichen Umweltbelastungen schützt. Zu der Range gehören neben Mizellenwasser, Peeling und Feuchtigkeitscreme, auch die Skin Detox Hydrogel Maske.
Vielen Dank für das Gespräch!

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