Ölz: Mehr als nur beste Qualität
 
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Daniela Kapelari-Langebner, Geschäftsführerin von Ölz der Meisterbäcker, spricht im CASH-Interview über Tierwohl im Backwarenbereich, Händler als Bäcker, Mitarbeitermangel und das Potenzial von Bio-Sandwich.

CASH: Im Vorjahr bekannte sich Ölz als erste Backwarenmarke weltweit zu 100 Prozent Fairtrade Kakao, aktuell erfolgt die Umstellung von Bodenhaltungs- auf Freilandeier. Welche Intentionen verfolgt man mit diesen Maßnahmen?
Daniela Kapelari-Langebner: Unsere Vision ist es, alle unsere Prozesse konsequent auf eine gesamtheitliche – ökologische, ökonomische und soziale – Nachhaltigkeitsstrategie auszurichten. Auf diesem Weg widmen wir uns einem Meilenstein nach dem anderen, wollen Vorreiter sein und freuen uns auch, wenn wir in weiterer Folge andere mitziehen. Als Marke glaube ich besser wahrgenommen zu werden, wenn man mehr zu bieten hat als nur Qualität und beispielsweise auch durch Tierwohl punkten kann.


Tierwohl – in diesem konkreten Fall Freilandeier – verursacht aber auch Mehrkosten. Inwieweit konnten Sie diese angesichts aktuell generell stark gestiegener Rohstoffpreise an den Handel weitergeben?
Das stimmt, die Rohstoffsituation und fehlende Mitarbeiter sind derzeit die beiden größten Herausforderungen, die uns beschäftigen. Zum Glück setzen wir seit vielen Jahren auf langfristige Geschäftsbeziehungen mit unseren Lieferanten und kaufen nur sehr wenig auf Spotmärkten zu, sodass es zumindest bei der Rohstoffverfügbarkeit keine gröberen Probleme gibt. Die Preisverhandlungen mit unseren Handelspartnern waren in den letzten Monaten und Wochen sehr intensiv, wobei schlussendlich Wege gefunden wurden. Dabei hat uns sicherlich geholfen, dass zahlreiche Händler – Spar, MPreis, Rewe in Deutschland – selbst Bäckereien betreiben und daher die Kostensteigerungen gut kennen.

Das Interview in voller Länge finden Sie im E-Paper der Juli-August-Ausgabe 2022 von CASH.

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