SalzburgMilch: Andreas Gasteiger: Anpacken un...
 
SalzburgMilch

Andreas Gasteiger: Anpacken und aktiv mitgestalten

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Die SalzburgMilch schlägt sich laut Geschäftsführer Andreas Gasteiger auch während der Coronakrise überaus gut. Das Projekt Biosphärenpark muss aktuell neu evaluiert werden, nichtsdestotrotz bleiben die Themen Tierwohl und Nachhaltigkeit auch weiterhin fixer Bestandteil und USP der Molkerei.

CASH: Herr Gasteiger, Sie sind seit 2013 in der Geschäftsführung der SalzburgMilch und stehen seit Ende 2019 alleine an der Spitze der Molkerei. Mit dem Ausbruch der Coronakrise haben Sie gleich zu Beginn eine große Herausforderung zu meistern. Wie stark wirkt sich die aktuelle Situation auf Ihre Geschäfte aus?
Andreas Gasteiger: Ich bin bereits seit 2002 in führenden Positionen im Unternehmen tätig und kenne die SalzburgMilch sehr gut. Wir sind sehr ambitioniert und erfolgreich ins neue Jahr gestartet und haben es glücklicherweise als Team geschafft, in den Krisenmonaten zeitgerecht zu handeln und Entscheidungen mit Weitblick zu treffen, um bestmöglich durch diese Zeit zu kommen. Ich bin sehr froh darüber, dass unsere 360 Mitarbeiter, die einen enormen Einsatz geleistet haben, gesund geblieben sind. Unseren Milchbauern bin ich sehr dankbar, dass sie mit uns gemeinsam Maßnahmen getroffen haben, um in der Situation richtig zu agieren. Von unseren Handelspartnern haben wir während der Krisenzeit viel Lob erhalten, weil es uns gelungen ist, immer lieferfähig zu bleiben und auch kurzfristige Kundenwünsche zu erfüllen, das macht uns natürlich sehr stolz. Und besonders dankbar sind wir natürlich unseren treuen Kunden, die gerade in den schwierigen Zeiten zu unserer Marke gestanden sind und damit auch ein klares Bekenntnis zur heimischen Milchwirtschaft abgegeben haben. 

Inwieweit schlägt sich das Bekenntnis der Konsumenten zur Marke auch in den Zahlen nieder?
Das sehen wir vor allem in deutlichen Zuwächsen im LEH, wenngleich natürlich der enorme Einbruch in der Gastronomie und Hotellerie sehr schmerzt und uns auch vor große logistische und organisatorische Herausforderungen gestellt hat. Erfreulich ist zum Glück aber die Entwicklung im Exportgeschäft, da die Nachfrage nach unseren Produkten sowohl in Deutschland als auch in Fernost signifikant angestiegen ist.

Wie hat sich die Zusammenarbeit mit Ihren Handelspartnern in den letzten Wochen und Monaten gestaltet?
Seit dem Ausbruch von Covid-19 vernehmen wir ein Umdenken bei unseren Handelspartnern. Wir haben in der Zeit des Lockdowns auf Augenhöhe zusammengearbeitet und ich wünsche mir sehr, dass das auch nachhaltig anhält und dass wir nicht wieder in alte Muster zurückfallen, in denen sich alles um Billigimporte und Aktionen dreht. Nur wenn die österreichische Landwirtschaft unterstützt und fair entlohnt wird, können unsere Bauern auch in Zukunft die Eigenversorgung im Land sichern.

Das Interview in voller Länge gibt's zum Nachlesen im E-Paper.

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