Schlumberger: Benedikt Zacherl: Mit dem Hande...
 
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Benedikt Zacherl: Mit dem Handel prickeln

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Schlumberger-Geschäftsführer Benedikt Zacherl
Schlumberger-Geschäftsführer Benedikt Zacherl

Langweilig wurde Mag. Benedikt Zacherl in seinen ersten Monaten als Schlumberger-Geschäftsführer bestimmt nicht. Mit CASH sprach er über neueste Ereignisse, Wünsche an den Handel und persönliche Ziele.

CASH: Herr Zacherl, nach über zwölf Jahren bei Schlumberger in leitenden Positionen wurden Sie mit Anfang des Jahres zum neuen Geschäftsführer bestellt. Wie geht es Ihnen in dieser neuen Funktion?
Benedikt Zacherl: Ich war die letzten Jahren in unterschiedlichen Positionen hier im Haus tätig, habe die Marken von der Pike auf kennengelernt und intensiv betreut, dementsprechend kenne ich das Portfolio von Schlumberger sehr gut. Was mir zugute kommt, ist meine Begeisterung und Leidenschaft zum Sekt und dass mir das Thema österreichischer Sekt insgesamt seit vielen, vielen Jahren sehr am Herzen liegt. Dazu habe ich bereits viele Maßnahmen mitgestaltet und möchte das Thema auch weiter forcieren.

Was genau haben Sie vor?
Ich möchte zum einen das Haus insgesamt als österreichisches und in Österreich verwurzeltes Unternehmen als Anbieter der größten österreichischen Sektmarken positionieren. Dafür ist nicht zuletzt die Zusammenarbeit mit dem Handel wichtig. Die Menschen haben mittlerweile ein Bewusstsein für Herkunft, Regionalität und Wertschöpfung entwickelt und das muss man auch im Markt spüren. Es gibt in diesem Bereich bereits Bekenntnisse des Handels, die dürfen sich aber nicht nur auf ausgewählte Warenkategorien wie Fleisch beziehen, sondern auf alle, wo es eine Chance zur Umsetzung gibt. Beim Schaumwein sehe ich noch viel Potenzial, die Nachfrage nach österreichischem Sekt steigt. Meine Zielsetzung ist also, mit dem LEH stärker zusammenzuarbeiten und auf eine gemeinsame Gesprächsbasis zu kommen. Ich bin auch gerne bereit, bei Konditionsverhandlungen mitzumachen, solange die Waage auf der Ertragsseite stimmt und sie nicht auf dem Rücken der Lieferanten ausgetragen werden. Zum anderen möchte ich unseren Vertriebsbereich weiter ausbauen und weiterhin erster Ansprechpartner für internationale Marken sein, die den österreichischen Markt für sich erschließen wollen. Das können auch Marken aus Übersee oder Asien sein.

Was wünschen Sie sich denn konkret vom Handel?
Unsere Strategie setzt speziell beim Sekt auf eine Ganzjahresaktivierung. Wir wissen aber sehr wohl, dass über einen Erfolg im letzten Quartal entschieden wird. Da ist es wichtig, ob ein Produkt zur richtigen Zeit mit dem richtigen Preis auf dem richtigen Platz zu finden ist. Beim Kauf spielt meiner Meinung nach nicht nur der Konsument eine entscheidende Rolle, sondern auch der Handel und die Frage, ob dieser eher auf ein internationales oder ein österreichisches Sekthaus setzt. Wir übernehmen als Haus gerne Verantwortung für die Kategorie, zum Beispiel bei der Schaumweinsteuer, und versuchen über unterschiedliche Themensettings und Rahmenbedingungen einen Markt zu schaffen, der sich gut entwickeln kann. Ich würde mir wünschen, dass das auch handelsseitig wahrgenommen wird und wir die Kategorie gemeinsam prägen, gestalten und weiterbringen.

Das Interview in voller Länge gibt's zum Nachlesen im E-Paper.
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