SodaStream: Rüdiger Koppelmann: "Stehen erst ...
 
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Rüdiger Koppelmann: "Stehen erst am Anfang"

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Rüdiger Koppelmann: "Nachhaltigkeit ist für uns natürlich entlang des gesamten Herstellungsprozesses ein wichtiges Thema."
Rüdiger Koppelmann: "Nachhaltigkeit ist für uns natürlich entlang des gesamten Herstellungsprozesses ein wichtiges Thema."

Seit dem Jahreswechsel ist Rüdiger Koppelmann SodaStream General Manager von Österreich und Deutschland. Der 48-Jährige spricht im CASH-Interview über das starke Wachstum, wie er zum Flaschenpfand steht und welches Versprechen er dem Handel gibt.

CASH: Herr Koppelmann, SodaStream ist 2019 enorm gewachsen, alleine im ersten Quartal konnten Sie ein Umsatzplus von 39 Prozent erzielen. Wie gehen Sie mit diesem rasanten Wachstum um?
Rüdiger Koppelmann: Wir haben uns an ein zweistelliges jährliches Wachstum quasi gewöhnt und finden es im Hinblick auf die aktuelle Marktsituation nicht mehr verwunderlich. Eine Vielzahl der österreichischen Haushalte sprudelt ihr Leitungswasser bereits selbst, aber hier gibt es noch großes Potenzial. Ich vergleiche die SodaStream-Wassersprudler gerne mit anderen Haushaltsgeräten wie Kaffeemaschinen oder Toastern – die hat ja auch quasi jeder zu Hause. Bei Sprudlern wäre eine ähnliche Verbreitung in Österreich naheliegend, gerade bei der hohen Qualität des Leitungswassers. Bei all dem Wachstum stehen wir also trotzdem noch am Anfang.


Worauf führen Sie die steigende Nachfrage nach Wassersprudlern zurück?
Da gibt es unterschiedliche Faktoren. Vielen Verbrauchern wird immer mehr bewusst, dass manche Konsumgewohnheiten einfach nicht sinnvoll sind. Zum Beispiel haben sie jahrelang schwere Sixpacks nach Hause geschleppt, obwohl man doch hervorragendes Wasser direkt aus der Leitung bekommt. Gleichzeitig bedienen wir den immer wichtiger werdenden Umweltgedanken, da mit einem Wassersprudler Tausende Plastikflaschen eingespart und damit Einwegplastik vermieden werden kann. Ich bin der festen Überzeugung, dass wir diesbezüglich erfolgreich sind, weil wir die Konsumenten nicht zu einem Kompromiss hinsichtlich ihres Konsums zwingen. Zu oft ist Nachhaltigkeit und umweltfreundliches Verhalten noch immer mit "Verzicht" verbunden, bei uns eben nicht.

Der Convenience-Faktor ist also das schlagende Argument, das sicherlich durch die derzeitigen Überlegungen ein Pfand auf Einweggebinde einzuheben, verstärkt wird. Wie stehen Sie eigentlich dazu?
Mehr Recycling durch ein Pfandsystem kann ein Teil, aber meiner Meinung nach nicht die alleinige Lösung sein. Nach meinen Informationen geht immer noch sehr viel Einwegplastik in die thermische Verwertung. Außerdem wird in der EU immer noch sehr viel Plastik nach Südostasien exportiert. Daher ist für mich „Pre-Cycling“ die weitaus bessere Alternative – mit einem SodaStream-Wassersprudler vermeidet man zusätzliches Plastik, bevor es überhaupt produziert wird.

Das Interview in voller Länge zum Nachlesen gibt's im E-Paper:
Mai 2020

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