Spitz: Walter Scherb: Der Erhalter der Famili...
 
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Walter Scherb: Der Erhalter der Familienunternehmen

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Seit Jänner 2019 ist Walter Scherb nun bereits Geschäftsführer von Spitz. Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der Marke Auer zieht er im CASH-Interview ein erstes persönliches Resümee, plaudert über neue Projekte und die größten Herausforderungen im heurigen Jahr.

CASH: Herr Scherb, die Marke Auer feiert heuer 100-jähriges Bestehen. Wie hat sich Auer unter Spitz entwickelt und was stand im Jubiläumsjahr im Fokus?
Walter Scherb: Die Marke Auer hat sich sehr positiv entwickelt. Neben der Einführung neuer Produkte und der im Herbst erscheinenden Taschenpackung im Auer-Gold geht es uns im Jubiläumsjahr darum, die Werte der Marke einerseits wieder stärker in den Vordergrund zu rücken und andererseits zu modernisieren. Daher haben wir bewusst dieses Jahr zum Anlass genommen, um unseren Designrelaunch zu starten, der ja durchaus markant ausgefallen ist. Das wichtigste Element – das Auer-Gold – wurde zwar beibehalten, aber ein bisschen modernisiert und auch das Logo wurde neu inszeniert. Da wir aber den Grundwerten, Zusammenhalt und Verbundenheit, treu bleiben, geht es auch in der neuen Marketingkampagne um das Gemeinsame. Wir haben bewusst zwei zum Verwechseln ähnliche Doubles von Persönlichkeiten wie Trump, Greta Thunberg, Vladimir Putin oder Angela Merkel an einen Tisch gesetzt und sie gemeinsam Auer-Waffeln essen lassen. Ganz nach dem Motto: „Seid mehr unzertrennlich“ ist die Botschaft, dass Köstlichkeiten von Auer die Leute zusammenbringen, die im normalen Leben wohl nicht auf einer Couch sitzen würden. 

In Ihrem Portfolio vereint sich auch so einiges, dass eher selten miteinander in Verbindung gebracht wird, wie Honig oder Mineralwasser. Eines ist den Marken von Spitz aber gemein: Sie stammen aus traditionellen Familienunternehmen. Wie wichtig ist Ihnen die Pflege traditioneller österreichischer Marken?
Sehr wichtig und das haben wir bewusst so aufgesetzt. Die Spitz-Gruppe hat im Wesentlichen zwei große Standbeine: Das eine ist die Produktionsseite, wo es darum geht, für große Handels- oder B2B-Kunden zu produzieren und die Markenseite. Hier haben wir Gasteiner, Auer und Honigmayr als wichtigste Marken im Portfolio. Diese Seite ist bewusst eine Einheit und wird es auch bleiben. In Zukunft legen wir unseren Fokus auf diese drei Kernmarken und beleben sie weiterhin, einerseits auf der werblichen Schiene und andererseits auf der Produktionsebene. Neben dem Relaunch von Auer gibt es auch bei Gasteiner so einiges zu berichten: Zum Beispiel ist unsere neueste Innovation, das Gasteiner-Wasser in der Dose, sehr gut beim Kunden angekommen.

Seit 1. Jänner 2019 haben Sie nun schon die Unternehmensführung von Spitz inne. Was waren rückblickend die größten Herausforderungen für Sie?

Dieses Jahr hat uns ganz klar die Coronakrise stark beschäftigt, wobei ich sagen muss, dass wir die Krise bisher sehr gut überstanden haben. Wir hatten an keiner Stelle Produktionsengpässe oder -ausfälle. Wir haben schon Ende Jänner Ernstfallstäbe eingerichtet – damals ging es noch um das Thema Supply-Chain mit den ausländischen Märkten. Als dann Corona Österreich erreicht hat, ging es stark um die Verschärfung der Hygieneregeln in der Produktion. Ansonsten beschäftigt mich die Integration von Honigmayr. Ich wurde im Jänner 2019 zum Geschäftsführer bestellt und im März haben wir Honigmayr übernommen und dann sofort enger an Spitz angebunden. Auf der anderen Seite haben wir bei Spitz hohe Investitionen getätigt. Eigentlich haben wir sogar die größte Investitionskampagne seit den 70er-Jahren gestartet. Insgesamt haben wir rund 100 Millionen Euro in eine neue Abfüllanlage, neue Technologien und in ein neues Hochregallager investiert. Diese Kombination aus der Dynamik bei Spitz, der engeren Anbindung der Top-Unternehmen an unser eigenes und die Meisterung der Krise, das waren sicher bis jetzt die größten Herausforderungen.


Das Interview in voller Länge gibt's zum Nachlesen im E-Paper.

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