Unilever: Gerold Idinger: "Am Ende des Tages ...
 
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Gerold Idinger: "Am Ende des Tages haben wir alle ein Ziel"

Bernhard Noll / Unilever

Mit Innovationen, die Konsumenten begeistern und dabei auch einen Mehrwert für den Handel schaffen, so lautet das Credo von Unilever-Verkaufsdirektor ­Gerold Idinger. Wie das im herausfordernden Jahr 2020 gelungen ist und ­welche neuen Marken das heuer schaffen sollen, erzählt der Manager im ­ausführlichen CASH-Gespräch.

CASH: Herr Idinger, die kürzlich veröffentlichten Unilever-Geschäftszahlen 2020 bescheinigen dem In-Home-Bereich ein Plus von 12 Prozent und Einbußen im Außer-Haus-Geschäft von 26 Prozent. Deckt sich diese Gesamtentwicklung mit Ihren Erfahrungen in Österreich?
Gerold Idinger: Wir sind stolz darauf, dass wir in der großen Mehrheit unserer Märkte Marktanteile dazugewinnen und damit in der Krise die Konsumenten-Akzeptanz steigern konnten. 2020 war aber natürlich auch für uns ein absolutes Ausnahmejahr, in dem auch wir die coronabedingten Effekte im Shoppingverhalten der Österreicher zu spüren bekommen haben. Der erhöhte In-Home-Konsum brachte uns ein Wachstum im Retailgeschäft, das die Einbußen im Away-from-Home-Geschäftsbereich annähernd ausgleichen konnte. Aber auch im Handel blicken wir auf eine differenzierte Entwicklung zurück: Während Supermärkte und Verbrauchermärkte seit März 2020 vom One-Stop-Shopping stark profitiert haben, gab es vor allem im ersten Lockdown Rückgänge im Drogeriefachhandel. Nach der ersten Welle konnten sich die Umsätze aber wieder weitestgehend stabilisieren.

Wie stabil war denn die Warenverfügbarkeit während dieser Zeit und welche Auswirkungen haben die Erschwernisse im europäischen Warenverkehr auf Unilever?
Wenn man auf den ersten Lockdown zurückblickt, so konnte in enger Abstimmung mit unseren Handelspartnern, eine überwiegend gute Warenversorgung gewährleistet werden. Wir haben daraufhin unsere Kapazitäten in der Produktion und Logistik deutlich aufgestockt und adäquate Sicherheitsmaßnahmen in den Werken umgesetzt. Auf diese Weise war über das Jahr hinweg eine kontinuierliche Warenversorgung sichergestellt. Die internationale Situation ist jedoch volatil. Für uns ist es natürlich von hoher Bedeutung, dass der grenzüberschreitende Warenverkehr weiterhin ohne Einschränkungen funktioniert.

Wie groß war das entgegengebrachte Verständnis des Handels, wenn mal etwas nicht sofort verfügbar war?
Die logistischen Herausforderungen aufgrund der Hamsterkäufe konnten nur in Kooperation mit den Händlern gemeistert werden und das unterstreicht die hohe Bedeutung einer guten Zusammenarbeit auf vielen Ebenen. Am Ende des Tages haben wir schließlich alle ein Ziel, nämlich eine optimale Warenverfügbarkeit sicherzustellen.

Das Interview in voller Länge finden Sie hier im E-Paper der CASH März-Ausgabe.

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