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iglo Österreich (Update 21.12.)

Felix Fröhner übergibt Geschäftsführung

CASH / Markus Wache
Felix Fröhner nimmt den Hut, zumindest den des iglo-Österreich-Chefs. Er war seit Jänner 2015 als Geschäftsführer tätig, nun wird er ab 2021 eine internationale Rolle beim Mutterkonzern Nomad Foods übernehmen.
Felix Fröhner nimmt den Hut, zumindest den des iglo-Österreich-Chefs. Er war seit Jänner 2015 als Geschäftsführer tätig, nun wird er ab 2021 eine internationale Rolle beim Mutterkonzern Nomad Foods übernehmen.

Felix Fröhner wechselt in den Mutterkonzer Nomad, der ehemalige Sales Director Markus Fahrnberger-Schweizer wird mit 2021 Geschäftsführer.

Mit 1. Jänner 2021 tut sich einiges in der Chefetage des Nahrungsmittelproduzenten iglo Österreich. Dann übernimmt Markus Fahrnberger-Schweizer die Geschäftsführung. Der gebürtige Wiener (42) begann seine Karriere bei Bahlsen im Key Account Management, weitere Stationen waren Coca-Cola Hellenic sowie Red Bull international, wo er als Global Field Sales Manager tätig war.
Bei iglo ist Markus Fahrnberger-Schweizer bereits seit 2016 Sales Director. Gemeinsam mit den Kunden und dem iglo Team hat er wesentlich dazu beigetragen, die Bedeutung der Tiefkühlkost zu stärken und durch den Beitrag von iglo überproportionales Kategoriewachstum zu ermöglichen. "Nach vier Jahren Verantwortung für den Sales-Bereich freut es mich sehr, ab Jänner die Geschäftsführung von iglo Österreich zu übernehmen. Die Kategorie Tiefkühlung ist in den letzten Jahren im Vergleich zum gesamten Lebensmittelhandel überproportional stark gewachsen."

Markus Fahrnberger-Schweizer
 Für die Zukunft sieht der neue Geschäftsführer viel Potenzial, "gerade weil iglo als Marke und die Tiefkühlung als Kategorie mit Aspekten wie regionalen Produkten, guter Portionierbarkeit, dem Fokus auf nachhaltigem Gemüse und Fisch sowie dem Verzicht auf Konservierungsmittel viele Antworten auf Fragen liefert, die heute im Zusammenhang mit Ernährung häufig gestellt werden", so Fahrnberger-Schweizer zu seiner neuen Aufgabe. 
Nachgefragt bei Markus Fahrnberger-Schweizer (Update 21.12.)

Herr Fahrnberger-Schweizer, Sie sind ja „TK“-Spezialist, für den Bereich, der am stärksten performt hat während der vergangenen Monate, für welches fortlaufende Wachstum rüsten Sie sich im kommenden Jahr, wird der Trend in den kommenden Monaten Ihrer Meinung nach noch anhalten, bzw. ansteigen?
Das Jahr 2020 war für den Lebensmittelhandel und die Kategorie Tiefkühlung ein besonderes Jahr. Im ersten Halbjahr konnte die gesamte Kategorie TK im LEH ein Wachstum von Plus 20,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr verzeichnen - vor allem getrieben durch starke Verkäufe im März und April mit Plus 25 Prozent versus Vorjahr (Anm. d. Red.: Quelle Nielsen 1. HJ 2020, LEH inkl. Discount). Wir sehen, dass sich dieser Trend auch im Herbst ungebrochen mit Plus 19,4 Prozent Wachstum im auflaufenden Jahr in der TK fortsetzt. Damit liegt die Entwicklung der Kategorie deutlich über Food Total. Eine Entwicklung, die wir ebenfalls sehen: Das Wachstum ist nachhaltig. Das hat sich auch daran gezeigt, dass vermehrt Tiefkühlschränke gekauft wurden. Denn die Menschen haben 2020 einfach mehr Zeit zuhause verbracht, mehr selbst gekocht und dadurch die Kategorie und die Vorteile der Kategorie besonders schätzen gelernt. Durch die Verlängerung der Weihnachtsferien und die anhaltende Covid-19-Situation gehen wir daher davon aus, dass wir hier eine Niveau-Verschiebung erlebt haben und das Wachstum zumindest in den ersten Monaten 2021 anhalten wird.  

Iglo setzt aktuell auf Jamie Oliver, wollen Sie diese Art von Kooperation ausbauen, wie läuft es wirklich? 
Wir haben mit Jamie Oliver in der Kategorie Mahlzeiten ein attraktives Angebot geschaffen, das nicht nur geschmacklich überzeugt, sondern auch durch einen hohen Gemüseanteil bzw. ein breites vegetarisches Angebot besticht und auch gut angenommen wird. So ist das Chili con Carne etwa Nummer 2, was die Käuferreichweite unter den iglo Mahlzeiten betrifft. Wir sehen also, dass die Jamie Oliver-Produkte neue Käufer gewonnen haben. Jetzt im Herbst haben wir zwei neue Ofengerichte in den Handel gebracht, die ebenfalls bereits jetzt gut angenommen werden.

Wenn Österreich wirklich an einem eigenen Nährwertprofil festhält, was wünschen Sie sich vom Gesundheitsministerium, wie hier Diskussion stattfindet?
Als Unternehmen ist es uns ein Anliegen, dass unsere Lebensmittel einen wertvollen Beitrag zu einer ausgewogenen Ernährung im Sinne internationaler und österreichischer Empfehlungen liefern. Jedes neue iglo Produkt und alle bestehenden Produkte durchlaufen deshalb eine Prüfung durch Ernährungswissenschaftler und werden mittels international anerkannter Algorithmen bewertet. Wir unterstützen auch eine freiwillige Nutri-Score-Kennzeichnung, weil wir davon überzeugt sind, dass dies für Konsumenten eine leichtere Auswahl möglich macht. 
Alle Maßnahmen, die der Gesundheitsförderung dienen, unterstützen wir selbstverständlich als Unternehmen. Wir treten für eine faire Information an Konsumenten ein, dazu gehört auch eine objektivierbare Bewertung der Inhaltsstoffe. Wir wünschen uns jedenfalls einen offenen Dialog unter Einbeziehung der Lebensmittelindustrie, der auf fundierter wissenschaftlicher Basis stattfindet. Wir sind gerne bereit zu diesem Dialog, favorisieren eine einheitliche europäische Lösung und bringen uns sehr gerne in die Diskussion ein.

Werden Sie Ihr neues Amt im Home-Office antreten oder doch live in ein neues Büro ziehen?
Wir sind trotz Pandemie im September in ein neues, modernes Büro umgezogen. Wir arbeiten seit geraumer Zeit in Gruppen und haben besondere Sicherheitsvorkehrungen getroffen. Dadurch wird gewährleistet, dass wir Kontakte reduzieren aber dennoch als Team virtuell und im Büro zusammenarbeiten können. So wie alle Mitarbeiter arbeite auch ich vermehrt im Home-Office, freue mich aber natürlich immer wieder Kolleginnen und Kollegen im Büro zu treffen, um persönlich im Austausch zu bleiben.

Felix Fröhner übernimmt internationale Rolle im Konzern

Felix Fröhner, bei iglo Österreich seit Jänner 2015 als Geschäftsführer tätig und maßgeblich für den Erfolg der letzten Jahre verantwortlich, wird eine internationale Rolle beim Mutterkonzern – Nomad Foods – übernehmen, jedoch bleibt er am Wiener Standort stationiert und somit dem Unternehmen eng verbunden und erhalten.

Martin Kaufmann rückt zum National Sales Manager auf

National Sales Manager und damit Nachfolger von Markus Fahrnberger-Schweizer wird Martin Kaufmann.

National Sales Manager und damit Nachfolger von Markus Fahrnberger-Schweizer wird Martin Kaufmann.
Der gebürtige Wiener begann seine Karriere nach einem Studium an der WU Wien bei Billa und blickt auf Stationen bei Nielsen, Gillette und Maresi zurück. Zuletzt war er Senior Customer Marketing Manager bei iglo Österreich. Ab 1. Jänner 2021 ist Martin Kaufmann für alle Verkaufsbelange in Österreich und die Leitung des Sales-Teams verantwortlich.

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