Woerle: Gerrit Woerle übernimmt das Ruder
 
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Gerrit Woerle übernimmt das Ruder

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Gerrit Woerle hat die Leitung der gleichnamigen Privatkäserei übernommen.
Gerrit Woerle hat die Leitung der gleichnamigen Privatkäserei übernommen.

Generationenwechsel in der Privatkäserei: Gerhard Woerle übergibt die Unternehmensführung an Sohn Gerrit.

Gerhard Woerle wechselt nach 60-jähriger Firmenzugehörigkeit in den Aufsichtsrat und übergibt die Geschäftsführung an seinen Sohn Gerrit Woerle. Der 76-Jährige hat die familiengeführte Privatkäserei in den vergangenen Jahrzehnten maßgeblich geprägt und entscheidend vorangetrieben. Dass er das operative Geschäft zumindest bei wichtigen Entscheidungen nicht ganz verlässt, verrät Gerrit Woerle: "Wichtige Entscheidungen werden auch künftig von der Familie gemeinschaftlich getroffen und nicht von einem Manager. Es ist gut, wenn man auf die Erfahrungen der älteren Generation zurückgreifen kann." Gerhard Woerles Tochter Silvia ist ebenfalls im Betrieb tätig. 

Als familiengeführtes Unternehmen baut Woerle seit vielen Jahren auf Werte, die auch nach der Firmenübergabe von größter Bedeutung sind. "Mein Vater hat aus einer Dorfkäserei eine der größten Privatkäsereien des Landes geschaffen. Sowas gelingt nur mit starken Mitstreitern, die er im Familienverbund, in funktionierenden Partnerschaften mit dem Handel und den Heumilchbauern sowie in loyalen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gefunden hat. Ebenso zum Erfolgsrezept gehört eine intakte Natur, welche die Grundlage für beste Rohstoffe ist. Darauf werden wir auch in Zukunft schauen", verspricht der 35-jährige Juniorchef, der bereits mehrere Jahre auf seine neue Rolle vorbereitet wurde. "Ich wollte, dass die Mitarbeiter sehen, dass ich nicht nur der ‚Bua vom Chef‘ bin, sondern das Ganze schon sehr ernst nehme."

Heumilchkäse-Pionier Gerhard Woerle übergibt sein Lebenswerk an Sohn Gerrit.
Nach dem Zivildienst arbeitete Gerrit Woerle fünf Jahre lang in verschiedenen Bereichen des Unternehmens – von der Produktion und dem Labor bis hin zum Controlling und Verkauf. Mit 25 Jahren startete der Käseliebhaber das Studium der Betriebswirtschaft an der FH Salzburg und verbrachte dabei auch einige Zeit in Paris und Chile. Er absolvierte zudem ein berufsbegleitendes Masterstudium in Strategischem Management an der Donau Universität Krems. 

Ab sofort trägt der junge Manager nicht nur die Verantwortung für rund 350 Mitarbeiter und seine Milchbauern, sondern auch ein nachhaltiges Wirtschaften. "Eine artenreiche, fruchtbare Umwelt sowie Rohstoffe, die im Einklang mit der Natur gewachsen sind beziehungsweise von gesunden Milchkühen stammen, sind die Voraussetzungen dafür, dass wir qualitativ hochwertige Käsespezialitäten produzieren können. Daher haben wir beschlossen, den, seit jeher eingeschlagenen Weg zu mehr Nachhaltigkeit mit gezielten Projekten weiterhin auszubauen", schildert der Betriebswirt und verweist auf die Initiative "Woerle wirkt weiter".

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