Global 2000: 8. August 2017 – Tag der Tomate
 
Global 2000

8. August 2017 – Tag der Tomate

Rainer Sturm / pixelio.de
Am 8. August ist Tag der Tomate © Rainer Sturm / pixelio.de
Am 8. August ist Tag der Tomate © Rainer Sturm / pixelio.de

Das Lieblingsgemüse der Österreicher wurde anlässlich des heutigen Tages der Tomate von Global 2000 einem Nachhaltigkeits-Check unterzogen.

Es heißt, dass mit 28 kg pro Kopf und Jahr die Paradeiser das Lieblingsgemüse der Österreicher sind. Und so stellte sich Global 2000 die Frage, woher das Gemüse  eigentlich kommt – und welche ökologischen Probleme mit seiner Produktion verbunden sind. Bei diesem Nachhaltigkeitstest haben saisonale Paradeiser aus Freiland- und Folientunnelanbau überzeugt. Juni bis September, das ist die Tomatensaison, und da beim (ungeschützten) Freilandanbau und beim (geschützten) Folientunnelanbau die Pflanzen direkt in der Erde sind, ist aus ökologischer Sicht diese Art des Anbaus sinnvoll, weil mit vergleichsweise geringsten Ressourceneinsatz verbunden.

Anders sieht das mit den Glashausfrüchten aus: Der Großteil der jährlich rund 55.000 Tonnen in Österreich produzierten Tomaten wird in Glashäusern gezogen. Sie sind meist etwa zehn Monate im Jahr mit Pflanzen belegt und werden während der kalten Jahreszeiten beheizt. Die meisten Tomaten aus dem Glashaus (außer Biotomaten) werden nicht in der Erde, stattdessen auf Substrat, z.B. auf Steinwoll- oder Kokosmatten, gezogen. Der Erntezeitraum im Glashaus ist wesentlich länger als der im Freiland und dauert zirka von April bis November. Damit ergibt sich ein wesentlich höherer Energie- und Ressourceneinsatz als in der saisonalen Folientunnelproduktion.

Wer also einen Beitrag zu Nachhaltigkeit leisten und auf gesunde Ernährung achten will, der genießt Tomaten jetzt – und weicht im Winter auf andere Gemüsesorten aus. Denn das Herkunftsland der gekauften Tomaten ist und bleibt von großer Wichtigkeit. Der Kauf von nicht-heimischen Tomaten fördert beispielsweise niedrige Sozialstandards und einen hohen Wasserverbrauch in ohnehin wasserarmen Herkunftsländern wie z.B. Spanien oder Marokko.

Es geht Global 2000 nicht um die Frage, ob im Winter Tomaten aus Spanien oder Österreich „besser“ sind: „Die ökologisch beste Tomate ist die, die jetzt in Österreich Saison hat und biologisch produziert wird. Außerhalb der Saison ist und bleibt es jene, die im Winter gar nicht erst produziert oder gekauft wird. Vor wenigen Tagen war ,Welterschöpfungstag‘, also der Tag, an dem rein rechnerisch die Ressourcen der Erde eines Jahres aufgebraucht sind: Es ist dringend an der Zeit, dass wir verantwortungsvoll mit den Ressourcen unserer Erde haushalten“, resümiert Raphael Fink, Nachhaltigkeitsexperte bei Global 2000.
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