AGES: Risiken bei der Lebensmittelsicherheit
 
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Risiken bei der Lebensmittelsicherheit

AGES - Felice Drott
Thomas Kickinger (AGES), Bernhard Url (EFSA), Ulrich Herzog (Sozialministerium)
Thomas Kickinger (AGES), Bernhard Url (EFSA), Ulrich Herzog (Sozialministerium)

Bei einer Befragung hat die AGES erörtert, welche Risiken rund um Lebensmittel wahrgenommen werden. Was als Gefahr gesehen wird, deckt sich jedoch nicht mit den tatsächlichen Hauptgefährdungen.

Was sind die größten Risiken bei der Lebensmittelsicherheit? Die AGES hat eine Befragung zur Wahrnehmung von Gefahren in diesem Gebiet bei der Bevölkerung, Ärzten und Journalisten gemacht. Dessen Resultat zeigt ein abweichendes Bild von der Bewertung durch Experten der europäischen Lebensmittelsicherheitsbehörde EFSA, des Sozialministeriums und der AGES: So werden Mikroplastik, Antibiotikarückstände und Pflanzenschutzmittel als gesundheitsgefährdend und Lebensmitteltäuschung als gefährlich wahrgenommen. Die Experten hingegen bewerten die Keimbelastung, Schimmelpilzgifte und allergene Stoffe als größte Risikofaktoren.

Um über die Ausmaße der Gefährdungen aufzuklären, wurde die gemeinsame Informationskampagne "So bleibt dein Lebensmittel sicher" gestartet, welche besonders online forciert wird. AGES-Geschäftsführer Thomas Kickinger erklärt, warum: "Erstmals steht das Internet an erster Stelle als Informationsquelle bei Risikothemen, gefolgt vom Fernsehen und Zeitungen. Grundsätzlich haben die Österreicherinnen und Österreicher Vertrauen in die Lebensmittelsicherheit, auf neue Trends wie etwa Mikroplastik reagieren sie aber mit großer Beunruhigung unabhängig davon, ob überhaupt ein Risiko besteht. Das ist die große Herausforderung für Wissenschaft, Behörden und die AGES, verstärkt entsprechende und verständliche Informationen zur Verfügung stellen, dort, wo die Menschen sie suchen: also im Internet."

"Veränderte Marktrealitäten einer globalen Lebensmittelkette sowie der vermehrte internationale und nationale Tierverkehr, Lebensmittel-Betrugsfälle der vergangenen Jahre oder auch der zunehmende Handel von Produkten im Internet erfordern national und europäisch koordinierte Antworten", so Ulrich Herzog, Leiter der Lebensmittelsicherheit und des Veterinärwesens im Sozialministerium. Daher sieht er Handlungsbedarf bei der Transparenz der Risikokommunikation, wofür die Beteiligung aller Interessensgruppen entlang der Wertschöpfungskette notwendig sind.

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