Agrana: Agrana nach Q3 mit Ergebnisrückgang
 
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Agrana nach Q3 mit Ergebnisrückgang

Agrana Beteiligungs-AG
Agrana-Vorstandsvorsitzender Dipl.-Ing. Johann Marihart © Agrana Beteiligungs-AG
Agrana-Vorstandsvorsitzender Dipl.-Ing. Johann Marihart © Agrana Beteiligungs-AG

Wie berichtet, ist die Umsatzentwicklung der Agrana rückläufig, das zeigt der Überblick über die ersten drei Quartale des Geschäftsjahres 2018/19.

Die ersten drei Quartale des Geschäftsjahres 2018/19 des Frucht-, Stärke- und Zuckerkonzerns Agrana waren von sehr niedrigen Verkaufspreisen in den Segmenten Zucker und Stärke geprägt. Der Umsatz bei ersterem betrug in den ersten drei Quartalen 406,9 Mio. Euro und ging im Vorjahresvergleich um 26,1 Prozent zurück. Das Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) reduzierte sich markant auf –35,4 Mio. Euro. Grund sind wie erwähnt die Verkaufspreise, die im Vergleich zur Vorjahresperiode sehr stark gesunken sind. Ähnlich ist das Ergebnis im Segment Stärke: In den ersten drei Quartalen lag der Umsatz mit 566,4 Mio. Euro um 1,7 Prozent leicht unter dem Vorjahreswert. Die Umsatzrückgänge resultierten zum einen durch die im Vergleich zum Vorjahr deutlich niedrigeren Bioethanolpreise und zum anderen durch rückläufige Erlöse bei Verzuckerungsprodukten, u.a. beeinflusst durch das sehr niedrige Preisniveau bei kristallinem Zucker. Dies führte zu einem EBIT-Rückgang um 47,6 % auf 36,9 Mio. Euro.

Der Umsatz im Segment Frucht blieb stabil, er betrug in den ersten drei Quartalen 890,2 Mio. Euro und war damit auf Vorjahresniveau. Das EBIT in Höhe von 62,0 Mio. Euro lag um 4,9 % über dem Vergleichswert des Vorjahres. Während im Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen die Umsätze trotz gestiegener Absätze währungsbedingt stagnierten und die Abwertungen einiger Lokalwährungen im Vergleich zum Euro zu einer Ergebnisverschlechterung führten, stiegen bei Fruchtsaftkonzentraten die Umsatzerlöse aufgrund der hohen Apfelsaftkonzentrat-Preise aus der Ernte 2017. In der Folge stieg auch das EBIT aufgrund besserer Deckungsbeiträge im Fruchtsaftkonzentrat-Geschäft sehr deutlich an.

Für laufende Geschäftsjahr erwartet das Unternehmen weiterhin einen deutlichen Rückgang beim EBIT. Beim Konzernumsatz wird von einer Entwicklung leicht unter Vorjahresniveau ausgegangen. CEO Johann Marihart erläutert: „Im schwierigen wirtschaftlichen Umfeld sehen wir uns als global ausgerichtetes Industrieunternehmen mit einem diversifizierten Geschäftsmodell strategisch gut positioniert. Wir setzen dem rein preisbasierten Wettbewerb auch zukünftig unsere Spezialitätenstrategie entgegen und zusammen mit der Diversifikation in die drei Standbeine Frucht, Stärke und Zucker werden wir uns im Vergleich zu reinen Zuckerunternehmen besser behaupten.“

Das Investitionsvolumen des Konzerns beträgt im Geschäftsjahr 2018/19 185 Mio. Euro und wird deutlich über dem Abschreibungsniveau von rund 96 Mio. EUR liegen. Hauptprojekte sind die Errichtung des zweiten Fruchtzubereitungswerkes im Großraum Shanghai in China, das zum Jahresende in Betrieb ging, und der Ausbau der Weizenstärkefabrik in Pischelsdorf bei Tulln, der planmäßig verläuft und Ende 2019 abgeschlossen sein wird.
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