AMA Marketing: Überraschende Export-Daten
 
AMA Marketing

Überraschende Export-Daten

Andy Li - unsplash.com

Die Export-Daten für das erste Halbjahr 2020 zeigen ein positiveres Bild als erwartet. Gegenüber dem Vergleichszeitraum im vergangenen Jahr stiegen diese um vier Prozent. Die Importe stiegen um ein Prozent.

Zwar waren die vergangenen Monate für die heimischen Produzenten aufgrund der Einschränkungen rund um die Coronapandemie schwierig, trotzdem zeigen die heute veröffentlichten Export-Daten der AMA ein besseres Bild als erwartet. So beliefen sich die Ausfuhren auf 6,329 Milliarden Euro (+ 4 % ggü. 1. HJ/19) und die Einfuhren auf 6,334 Milliarden Euro (+ 1 % ggü. 1. HJ/19). Damit ist die Handelsbilanz laut AMA so ausgeglichen wie noch nie. Im Handel mit Deutschland wurde Österreich sogar zum Nettoexporteur.

Rekordwert bei Agrarexporten

"Unter diesen schwierigen Rahmenbedingungen weiteres Wachstum zu schaffen, ist eine enorme Leistung. Die Lebensmittelwirtschaft mit all ihren vor- und nachgelagerten Bereichen hat in den vergangenen Monaten eindrucksvoll ihre Stabilität und Krisenfestigkeit und ihre enorme gesamt-wirtschaftliche Bedeutung bewiesen", so Michael Blass, Geschäftsführer der AMA-Marketing. Einen absoluten Rekordwert erreichten die Agrarexporte der letzten sechs Monate. Diese nahmen mehr als neun Prozent an den gesamten Exporten Österreichs ein. 

Im Ranking der wertmäßig stärksten agrarischen Exportwaren führen Milchprodukte, gefolgt von veredeltem Obst und Gemüse, Wurst-, Schinken- und Speckwaren. Die Ausfuhren fast aller Produktgruppen konnten im ersten Halbjahr zulegen. Dabei gilt: Je näher die Exportmärkte, desto stärker performen landwirtschaftliche Produkte. 

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