Angesagt bei Christina Grießer: Ein Brot für ...
 
Angesagt bei Christina Grießer

Ein Brot für das Müsli brechen

Grießer
Kopfüber ins Brüsli
Kopfüber ins Brüsli

Lebensmittelverschwendung fängt schon beim Frühstück an. Wie gut, dass es da schon innovative und vor allem genussvolle Ideen gibt, dem entgegenzuwirken. Eine davon verwandelt übrig gebliebenes Brot in Knuspermüsli.

Hat wer Start-up gesagt? Bei diesem Wort werde ich immer gleich hellhörig. Seit einigen Jahren schon verfolge ich über diverse Kanäle, was sich in der heimischen Start-up-Landschaft so tut und bin immer wieder aufs Neue überrascht, überwältigt und ja, auch euphorisch, was Österreichs Junggründer auf die Beine stellen. Sie sprudeln nur so vor Ideen, die unser Leben, aber auch die Welt ein kleines Stückchen besser machen - denn allein ums Geld scheint es den wenigstens zu gehen. Die Themen Nachhaltigkeit und soziales Engagement sind aus der Szene nicht mehr wegzudenken und scheinen Teil jeder einzelnen Innovation zu sein. Seien es umweltfreundliche Textilien aus Holz, intelligente Apps und Produkte gegen die Lebensmittelverschwendung.

Aus letzterer Kategorie hat unlängst ein neues Produkt den Weg in mein Herz und Regal gefunden. Brot als Müsli oder kurz: Brüsli. Dafür wird Brot, das in den Bäckereien übrig geblieben ist, zu einem Knuspermüsli verarbeitet. Bis Juni 2021 möchte man so 10 Tonnen Brot retten und verarbeiten. Durch die Zugabe von Nüssen und Schokolade beziehungsweise Früchten, Nuss und Zimt wird es zu einem abwechslungsreichen Frühstück oder wie die Kollegen in der Redaktion es gerne verwenden, als kleine Nascherei für zwischendurch. Das motiviert sogar den musikalischen Tiger zur Wanderschaft und die grazile Maus zum Gewichte stemmen, wie die Verpackung zeigt. Die steht dem Produkt nämlich in nichts nach, ist liebevoll und mit viel Hingabe zum Detail ausgearbeitet - ich entdecke jedes Mal wieder eine neue Finesse - und damit ein echter Hingucker und viel zu Schade zum Wegwerfen. Wer es doch übers Herz bringt, braucht sich aber auch nicht sorgen, da sie zu einem großen Teil recyclebar ist.

Einziger kleiner Wermutstropfen für mich, ist der Zuckeranteil von circa 20 Gramm auf 100 Gramm. Zwar versuchen die Hersteller diesen so weit wie möglich zu reduzieren, ganz verzichten kann man darauf jedoch nicht, "sonst erwartet dich statt einem knusprigen Start in den Morgen eher eine unangenehme Brotsuppe", heißt es. Allerdings arbeiten die Gründer Michael und Sarah schon an alternativen Methoden ohne zugesetzten Zucker. Bis dahin bleibt das Brüsli mein besonderer Knusper-Genussmoment.

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