Angesagt bei Karl Stiefel: Bier küsst Whiskey
 
Angesagt bei Karl Stiefel

Bier küsst Whiskey

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Mit der Jameson Caskmates Stout Edition hat die irische Brennerei eine Spirituose geschaffen, die das Beste zweier Getränke-Welten verbindet.

Mir ist die Ironie bewusst, dass ich als Nicht-Biertrinker bereits zum zweiten Mal ein Getränk mit Bier-Geschmack vorstelle. Dieses Mal ist es aber nichts Alkoholfreies, sondern wir widmen uns dem Hochprozentigem. Die Jameson Caskmates Stout Edition ist ein irischer Whiskey, der in Craft-Beer-Fässern gereift wurde. Die Brennerei erzählt dazu eine schöne Geschichte: Der Brennmeister aus dem eigenen Haus traf den Braumeister des Craft-Beer-Produzenten Franciscan Well in einem Pub - wo denn sonst? Als Versuch wurden einige -Fässer an die Bierbrauer verliehen, um deren Produkt darin reifen zu lassen. Resultat war ein Stout mit Anleihen von Jameson Whiskey. Damit war die Geschichte aber noch nicht zu Ende: Als die Fässer zurückgebracht wurden, ließ Jameson wiederum den eigenen Whiskey darin reifen. "Tripple distilled, once stouted" quasi. Dadurch entstand die Jameson Caskmates Stout Edition, die zeitweilig auch als "Jameson Stout Edition" erhältlich war.

Geschmacklich haben wir es hier mit einem außergewöhnlich süffigen Whiskey zu tun, der eindeutige Anleihen vom Stout vorweist. Aber das bedeutet keineswegs, dass hier das Gebiet der Mischgetränke betreten wird - ganz im Gegenteil, viel mehr kommen bereits beim Geruch die Aromen von Schokolade und Nüssen zu den gewohnten Obst- und Heu-Noten hinzu. Wer süße Whiskeys mag, ist hier richtig. Eine Andeutung von Hopfen und Kakao trifft auf den Whiskey-Geschmack. Auch das Finish ist süß und sehr smooth mit Noten von Vollmilchschokolade und Karamell. Ein Wort der Warnung zum Abschluss: Bitte nicht in Stout-Mengen trinken, ich empfehle einen Tropfen Wasser, Whiskey-Steine und zehn Minuten Zeit vor dem ersten Schluck. Wohl bekomms!

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