Haribo: Bärige Kultmarke
 
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® Haribo
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Über Jahre hinweg hat sich Haribo einen generationsübergreifenden Kultstatus erarbeitet. Auch für die Zukunft ist man beim Fruchtgummiexperten gut gerüstet.

Die aktuellen Nielsen-Marktdaten (YTD, KW 17) belegen, dass Haribo den Süßwarenmarkt gut im Griff hat. Geschäftsführer Dominik Schmidt freut sich über die positive Geschäftsentwicklung: „Haribo wächst im Vergleich zum Süßwarenmarkt (Wert +2,3 %, Menge -4 %, Anm. d. Red.) sowohl im Wert mit 4,9 Prozent als auch in der Menge mit 2,5 Prozent überproportional. Erfreulich ist ebenfalls, dass sowohl die Kategorie Fruchtgummi mit einem wertmäßigen Plus von 3,6 Prozent und einem mengenmäßigen Plus von 1,8 Prozent als auch die Kategorie Kaubonbons mit einem Plus von 0,9 Prozent im Wert und plus/minus 0 Prozent in der Menge eine bessere Entwicklung als der Süßwarenmarkt aufzeigen. Haribo stellt in beiden Kategorien das größte wertmäßige Wachstum.“

Was die Zahlen aber auch deutlich ans Licht bringen ist, dass Preiserhöhungen nach wie vor ein Thema sind und das Wachstum des Marktes mittragen. Umso mehr gewinnt das gegenwärtige Resultat von Haribo an Bedeutung, da zwar auch hier Preisanpassungen notwendig waren, sich diese aber auf einem moderaten Niveau bewegen. Schmidt merkt an: „Gestiegene Kosten, im Besonderen Rohstoff-, Energie-, Transport- und Personalkosten, haben uns im vergangenen Jahr zu einer Preisanpassung gezwungen. Hier haben wir uns auf das absolut notwendige Maß beschränkt. Auf der Kostenseite ist keine Entspannung zu verzeichnen, wir setzen jedoch alles daran, die Preise konstant zu halten.“

Schmidt blickt, die aktuellen Ergebnisse berücksichtigend, aber sehr positiv in die Zukunft und geht weiters davon aus, die gesetzten Umsatzziele auch im Jahr 2009 zu erreichen. Allerdings räumt er ein, dass das Thema Kaufzurückhaltung aufgrund der wirtschaftlich vorherrschenden Rahmenbedingungen nicht gänzlich von der Hand zu weisen ist: „Wir müssen feststellen, dass gerade die Vertriebskanäle, die von Impulskäufen außerhalb des klassischen LEH ‚leben‘, leichte Rückgänge zu verzeichnen haben. Dies ist sicherlich mit einer geringeren Frequenz und einer gewissen Kaufzurückhaltung zu begründen.“

Grund zur Sorge besteht aber – so Schmidt – keineswegs, da sich Haribo in allen Vertriebsschienen des klassischen Lebensmittelhandels positiv entwickelt und man ständig auf der Suche nach Lösungen ist, um der Kaufzurückhaltung entgegenzuwirken. Den Promotionanteil zu erhöhen, hält Schmidt diesbezüglich aber nicht für zielführend: „Obwohl viele Konsumenten sehr preisbewusst kaufen, achten sie dennoch auf hohe Qualität. Der Kunde sucht gezielt ‚seine‘ Marke und lässt sich nicht nur durch Promotions zum Kauf anregen.“ Lieber lässt das Unternehmen immer wieder mit Innovationen aufhorchen, um den Konsumenten regelmäßig neue Geschmackserlebnisse zu bieten und damit die Entscheidung für die Marke zu forcieren.

Kultiger Trend



Und genau hier bestärkt Haribo die Konsumenten mit einem Angebot an Produkten von höchster Qualität, die einzigartigen Genuss, Verlässlichkeit und Freude versprechen. Besonders stolz ist man etwa auf die diesjährige Einführung des Produkts „Haribo Fruity Bussi“, das mit einer raffinierten Verschmelzung von Fruchtgummi, Schaumzucker und Fruchtfüllung überrascht. Ab August  bekommt die Goldbärenfamilie Zuwachs, denn dann entern die „Haribo Saftbären“ die Regale des LEH. Hierbei handelt es sich um Bärchen mit einem 22-prozentigen Fruchtsaftanteil in den Geschmacksrichtungen Apfel, Birne, Himbeere, Pfirsich, Limette und schwarze Johannisbeere. Schmidt betont: „In unserem Sortiment ist für jeden Geschmack etwas dabei. Die kontinuierliche Markenführung und die langjährige erfolgreiche Werbepartnerschaft mit Thomas Gottschalk sorgten dafür, dass die Marke Haribo einen generationsübergreifenden Kultstatus erlangte, denn Groß und Klein lieben Haribo.“

Mit diesen Neuprodukten greift das Unternehmen nicht nur den Wunsch der Konsumenten nach Innovationen auf, sondern trägt auch dem Trend zu mehr Frucht Rechnung. Schmidt präzisiert: „Die Trends im Bereich der Süßwaren sind sehr kurzlebig und daher häufig schwer zu definieren. Speziell in den letzten Jahren ist eine starke Tendenz zu besonders fruchtigen Produkten bemerkbar, die wir mit unseren Neueinführungen voll und ganz bedienen.“

Keine Angst vor Eigenmarken



Schmidt ist überzeugt davon, dass die Konsumenten starke Marken schätzen und suchen. Deshalb fühlt sich der Haribo-Geschäftsführer auch von den Eigenmarken des Handels nicht bedroht. Schmidt: „Der Eigenmarkenanteil bei Süßwaren liegt weit unter dem Eigenmarkenanteil bei Lebensmitteln. Wir gehen davon aus, dass sich der Konsument auch in Zukunft für die Marke entscheiden wird.“

Für 2009 und 2010 hat sich das Unternehmen zum Ziel gesetzt, weiterhin so erfolgreich am Markt zu agieren, die Konsumenten mit Neuheiten zu überraschen und die Zusammenarbeit mit dem Handel positiv weiterzuentwickeln. Schmidt unterstreicht: „Wir sind sicher, gemeinsam mit unseren Handelspartnern den weiter steigenden Anforderungen unserer kleinen und großen Konsumenten gerecht zu werden, getreu dem Motto ‚Haribo macht Kinder froh und Erwachsene ebenso‘ und so gemeinsam erfolgreich zu sein.“

DER HARIBO GOLDBÄR

1930er Jahre: Das Sortiment wurde um den Teddybär, der kleiner und rundlicher war, erweitert.
1960: Der Goldbär erblickt das Licht der Welt
1961: Der Goldbär wird erstmals im Zelophan-Beutel verkauft
1967: Das deutsche Patentamt erkennt die „Gold-
Bären“ als offiziell eingetragenes Warenzeichen an.
1978: Der Goldbär wechselt die Form und erhält sein noch heute vorhandenes Aussehen
1989: Der Goldbär wird in der Farbe blasser, weil er nun durch Frucht- und Pflanzenkonzentrate erzeugt wird; erstmals präsentiert sich der gelbe Goldbär mit roter Schleife auf der Verpackung.
2003: Der Goldbär wird zur vertrauenswürdigsten Süßwarenmarke Deutschlands gewählt.

Quelle: Unternehmensangaben



UNTERNEHMENSFACTS

Haribo = Hans Riegel Bonn
Gründung: 1920, seither Familienunternehmen mit Hauptsitz in Bonn
Sortiment/Marken: Haribo (Fruchtgummi, Schaumzucker, Lakritzen, Mischungen), Maoam (Kaubonbon), Panuli Linz (Fruchtgummi, Schokodragees, Bonbons), Vademecum (zuckerfreie Kaugummis und Bonbons), Dulcia (Fruchtspeck), Hoepmann (Fruchtspeck)
Produktionsstätten: 16 (Deutschland: 5, Dänemark: 1, Frankreich: 2, England: 1, Österreich: 1, Spanien: 2, Belgien: 1, Niederlande: 1, Ungarn: 1, Türkei: 1)
Mitarbeiter: weltweit rund 6.000, in Österreich (Linz): 245
Produktionskapazität in Österreich: ca. 16.000 t/Jahr, ca. 75 t/Tag (Fruchtgummi, Schaumzucker, Zuckerdragees, Schokoladen-Dragees, zuckerfreier Kaugummi)

Quelle: Unternehmensangaben



Haribo-GF Dominik Schmidt macht sich in Bezug auf die zukünftige Unternehmensentwicklung keine Sorgen. ® Haribo
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Haribo-GF Dominik Schmidt macht sich in Bezug auf die zukünftige Unternehmensentwicklung keine Sorgen. ® Haribo


Der Goldbär einst... ® Haribo
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... und heute ® Haribo
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