Beiersdorf: Beiersdorf leidet unter Wechselku...
 
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Beiersdorf leidet unter Wechselkursen

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Die Top-Marken des Konzerns wachsen in Europa und erobern Marktanteile. © Beiersdorf
Die Top-Marken des Konzerns wachsen in Europa und erobern Marktanteile. © Beiersdorf

Beiersdorf konnte den Umsatz (organisch) im ersten Halbjahr 2016 zwar um 2,8 Prozent steigern, liegt aber nominal dennoch unter Vorjahresniveau.

Der Umsatz (nominal) des Konzerns liegt mit 3,36 Mrd. Euro 1,3 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Als Grund nennt der Konzern negative Währungseffekte und eine schwächere Entwicklung der Klebstoffsparte Tesa. Das Ebit ohne Sondereffekte wurde um knapp 1 Prozent auf 513 Mio. Euro gesteigert, was einer Ebit-Marke von 15,9 Prozent entspricht. Der Gewinn stieg um 5,7 Prozent auf 371 Millionen Euro. Die Analysten des Hamburger Konzerns zeigten sich enttäuscht, sie hatten mehr erwartet.

Beiersdorf-Vorstandsvorsitzende Stefan F. Heidenreich ist dennoch optimistisch: "Beiersdorf konnte seinen profitablen Wachstumskurs erfolgreich fortsetzen und sich negativen Entwicklungen weitgehend entziehen. Wir haben den Umsatz gesteigert und Marktanteile hinzugewonnen". Verbraucher seien infolge politischer sowie wirtschaftlicher Ereignisse in vielen Ländern zunehmend verunsichert, zudem steige Wettbewerbsdruck, so Heidenreich. Fürs Gesamtjahr hält er an der Prognose von einem Umsatzplus von 3 bis 4 Prozent fest.

Im Bereich Consumer geht der Umsatz wegen Währungseffekten um 1 Prozent auf 2,8 Mrd. Euro zurück, organisch ist die Sparte um 3,3 Prozent gewachsen. Alle Kernmarken des Konzerns sind im Plus: Nivea erzielte ein Plus von 4,2 Prozent, Eucerin von 1,0 Prozent und La Prairie von 6,2 Prozent. In Europa steht Deutschland, aber vor allem Osteuropa mit dem größten Konzern-Zuwachs von Plus 6,9 Prozent hervorragend da.

Der Umsatz des Unternehmensbereichs Tesa stieg gegenüber dem Vorjahr organisch nur minimal um 0,2 Prozent. Nominal ist der Umsatz von Tesa beeinflusst von Wechselkurseffekten sowie "strukturellen Effekten" um 2,7 Prozent auf 560 Mio. Euro zurückgegangen.
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