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Pferdefleischskandal

Berlakovich: Pferdefleischskandal ist in Österreich auszuschließen

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Zum einen, weil der britische Tiefkühlproduzent in Österreich nicht gelistet ist und zum anderen, weil die Sicherheitskontrollen der AGES und des Gesundheitsministerium derlei Falschdeklarationen sofort aufdecken würden.

Was dem britischen Tiefkühlproduzenten Findus da mit dem als Rindfleisch deklarierten Pferdefleisch in der Beef Lasagne passiert ist, rief wieder einmal all jene auf den Plan, denen der Rohstoff- und Veredelungstourismus bis zum fertigen Produkt immer schon ein Dorn im Auge war. Was war passiert?

Findus bezog vom französischen Fleischverarbeiter Comigel unter anderem jenes Fleisch für die besagte Beef Lasagne. Comigel wiederum importiert regelmäßig Fleisch aus Rumänien, und zwar sowohl Rind- als auch Schaf-, aber auch Pferdefleisch. Irgendwo dürfte dann Pferde- zum Rindfleisch gelangt - ob gewollt oder ungewollt werden weitere Untersuchungen zeigen - und als Beef für die Findus-Lasagne gewürzt und deklariert worden sein.

Findus hat nach der Aufdeckung der Falschdeklaration durch die britische Lebensmittelaufsicht FSA die Produkte aus Großbritannien, Frankreich und Schweden zurückgerufen, das deutsche Bundesverbraucherschutzministerium hat mittlerweile ebenso Entwarnung gegeben wie das österreichische Gesundheitsministerium. Zwar habe die Supermarktkette Kaiser's die Tiefkühllasagne der Eigenmarke A&P ebenfalls vom Markt genommen, doch sei dies, so ein Firmensprecher, nur ein Schritt aus Gründen des vorsorgenden Verbraucherschutzes gewesen.

Landwirtschaftsminister Niki Berlakovich betonte im Gespräch mit CASH einmal mehr, dass die österreichischen Kontrollmechanismen im Rahmen der Agentur für Ernährungssicherheit AGES sowie des Gesundheitsministerium völlig ausreichend seien: "Eine derartige Falschdeklaration ist für Österreich auszuschließen, bestärkt mich aber dennoch in der EU-weiten Forderung einer lückenlosen Herkunftsdeklaration."

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