AMA-Marketing: Bio bleibt auf dem Vormarsch
 
AMA-Marketing

Bio bleibt auf dem Vormarsch

AMA/APA/Langegger
V.l.n.r.: Barbara Köcher-Schulz (Bio-Marketing-Managerin der AMA), GF Michael Blass und Beatrix Brauner (Studienleiterin Sensor Marktforschung) präsentierten die Umfrageergebnisse zum Thema "Bio in der Gastronomie". © AMA/APA/Langegger
V.l.n.r.: Barbara Köcher-Schulz (Bio-Marketing-Managerin der AMA), GF Michael Blass und Beatrix Brauner (Studienleiterin Sensor Marktforschung) präsentierten die Umfrageergebnisse zum Thema "Bio in der Gastronomie". © AMA/APA/Langegger

Nach aktuellen Zahlen werden 8 Prozent der Frischeprodukte im LEH in Bio-Qualität gekauft. Der Anteil im Gastronomie-Großhandel liegt nach Zahlen der AMA-Marketing bei 2 Prozent.

In der Gastronomie ist Bio noch ein zartes Pflänzchen und der Anteil mit 2 Prozent derzeit gering, so das Ergebnis einer Studie der AMA-Marketing. Gründe dafür sind der höhere Aufwand beim Einkauf der Zutaten - hinsichtlich Verfügbarkeit und Preis - und Hürden der Zertifizierung. Bio sei beim eigenen Einkauf wichtiger als in der Gastronomie.

Das Bewusstsein der Konsumenten für Bio in der Gastronomie stehe erst am Beginn eines möglichen Trends. Das zeigt die aktuelle Marktforschung der AMA-Marketing, die anlässlich der Bio-Aktionstage im September erstellt wurde.

Bio-Produkte hätten sich im Lebensmitteleinzelhandel zu einem wichtigen Marktsegment entwickelt. 8 Prozent der Ausgaben für Frischeprodukte (exklusive Brot und Gebäck) entfallen auf Bio, das entspricht 120 Euro im Jahr pro Haushalt. Den höchsten Anteil verzeichnen Eier und Milch, gefolgt von Gemüse, Kartoffeln, Joghurt, Butter und Obst. Unterdurchschnittlich fällt dieser bei Fleisch sowie Wurstwaren aus. Sowohl Mengen als auch der Umsatz steigen von Jahr zu Jahr kontinuierlich an und verzeichnen auch im ersten Halbjahr 2016 ein Plus, weiß die AMA-Marketing zu berichten.

Dagegen seien rund 2 Prozent der im Gastronomie-Großhandel gekauften Lebensmittel aus Biolandwirtschaft. Überdurchschnittlich sind die Anteile bei Milchprodukten sowie Obst und Gemüse, gering hingegen jene bei Fleisch und Wurstwaren, so Dr. Michael Blass, Geschäftsführer der AMA-Marketing. Die Gründe dafür ließ die AMA von Sensor Marktforschung im Zuge einer qualitativen Studie erheben. Befragt wurden sowohl Bio-Konsumenten als auch -Gastronomen. "Junge Menschen greifen verstärkt zu Bio, wenn sie selber kochen, dann wollen sie die besten Zutaten", erklärt Beatrix Brauner, Studienleiterin von Sensor Marktforschung.

Stark bio-affine Konsumenten möchten Bio-Produkte möglichst aus der Region. Nicht nur die Marktzahlen, auch die Studie untermauert: "Bio ist stark auf den eigenen Einkauf konzentriert. Außer Haus denkt man noch deutlich weniger an Bio", so Brauner. Der Einsatz biologischer Zutaten spiele für die Wahl des Restaurants wenig Rolle, das gute Essen oder das Ambiente stünden im Vordergrund. Grund dafür könnte das fehlende Angebot sein. Die Konsumenten wünschen sich mehr Bio-Lokale und eine bessere Kennzeichnung derselben. Großes Interesse an Bio herrscht auch in Großküchen sowie bei der Versorgung von Kindergärten und Schulen, jedoch äußern die befragten Konsumenten Zweifel an der Machbarkeit. 

Die österreichweiten Bio-Aktionstage, einer Initiative von AMA-Marketing und der Europäischen Union, finden wieder im September statt. Bio-Infopoints in den Landeshauptstädten laden ein, Bio-Produkte zu verkosten und mit Bio-Bäuerinnen und -Bauern zu plaudern. Zahlreiche Bio-Feste und Bio-Märkte, Bio-Höfe und Bio-Fachgeschäfte nehmen an der Genuss- und Informationsoffensive mit eigenen Aktivitäten teil. 

In der Gastronomie spielt Bio eine untergeordnete Rolle - es zählen in erster Linie Geschmack und Ambiente © AMA
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In der Gastronomie spielt Bio eine untergeordnete Rolle - es zählen in erster Linie Geschmack und Ambiente © AMA
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