BMLRT/Agrana: Zuckerrüben-Gipfel ohne konkret...
 
BMLRT/Agrana

Zuckerrüben-Gipfel ohne konkretes Ergebnis

BMLRT/Paul Gruber

Die Zukunft der Zuckerfabrik in Leopoldsdorf im niederösterreichischen Marchfeld ist weiterhin offen.

Auslöser des von Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger am 3. September 2020 abgehaltenen Zuckerrüben-Gipfels war eine Ad-hoc-Mitteilung der Agrana am 25. August 2020, die Zuckerfabrik in Leopoldsdorf (Bezirk Gänserndorf) nächstes Jahr schließen zu wollen. Als Grund dafür nannte Agrana den starken Rückgang der Rübenanbaufläche in Österreich von 45.290 Hektar im Jahr 2015 auf heuer lediglich 26.319 Hektar. Um die beiden verbleibenden österreichischen Zuckerfabriken in Tulln und Leopoldsdorf weiterhin wirtschaftlich betreiben zu können, fordert Agrana eine Erhöhung der Rübenanbaufläche auf zumindest 38.000 Hektar.

Wie dies erreicht werden kann, war Thema des Gipfels, zu dem Köstinger die Agrarlandesräte der betroffenen Bundesländer, die Landwirtschaftskammern, die Vertreter der Rübenbauern, die Agrana und den Bürgermeister von Leopoldsdorf einlud. Dabei diskutierte man über Anreizmaßnahmen - z.B. Unterstützungszahlungen von Bund und Ländern für vom Rübenrüsselkäfer befallene Flächen - ohne jedoch ein konkretes Ergebnis zu erzielen.
Agrana bietet den Rübenbauern mehrjährige Verträge, um ihnen Sicherheit zu geben, diese warten jedoch zum Großteil noch ab. Aus diesem Grund einigte man sich darauf, in den nächsten Wochen weiter an einer Lösung zu arbeiten. Laut Agrana-Generaldirektor Johann Marihart werde man somit erst in etwa Mitte November 2020 wissen, wie es mit der Zuckerfabrik in Leopoldsdorf weitergeht.
stats