CASH+/Lebensmittelindustrie: Mögliches Werbev...
 
CASH+/Lebensmittelindustrie

Mögliches Werbeverbot sorgt weiter für Entsetzen

CASH / Markus Wache
Markus Marek, Managing Director & Verkaufsleiter Kelly: "Der Erfolg der Marken Kelly´s und Soletti begründet sich nicht nur in hervorragender Produktqualität sondern eben auch in jahrzehntelanger Kommunikation."
Markus Marek, Managing Director & Verkaufsleiter Kelly: "Der Erfolg der Marken Kelly´s und Soletti begründet sich nicht nur in hervorragender Produktqualität sondern eben auch in jahrzehntelanger Kommunikation."

Weitere Lebensmittelproduzenten machen ihrem vollkommenen Unverständnis Luft. Auch Kelly-Managing Director und Verkaufsleiter Markus Marek sieht in dem Vorhaben der Regierung einen massiven Eingriff in die freie Marktwirtschaft.

Wie CASH bereits umfangreich berichtete, stößt der Entwurf eines Österreichischen Nährwertprofil-Modells, auf dessen Grundlage komplette Werbeverbote für Lebensmittelkategorien geplant sind, auf absolutes Unverständnis. "Das Vorhaben der Regierung ein absolutes Werbeverbot für bestimmte Lebensmittel zu verhängen trifft bei uns auf Entsetzen und vollkommenes Unverständnis. Aus unserer Sicht ist ein solche massiver Eingriff in die freie Marktwirtschaft überzogen und untergräbt die Entscheidungsfreiheit mündiger Konsumenten", meint dazu Markus Marek, Managing Director und Verkaufsleiter bei Kelly.

Kelly’s und Soletti zählen zu den beliebtesten und bekanntesten Marken in Österreich. "Dieser Erfolg begründet sich nicht nur in hervorragender Produktqualität sondern eben auch in jahrzehntelanger Kommunikation. Eben diese gesetzlich zu verbieten gefährdet nicht nur die Marke, sondern hat auch direkten Einfluss auf die Wirtschaftsleistung in Österreich. Als heimisches Unternehmen, mit zwei Produktionsstandorten in Wien und Feldbach, verarbeiten wir größtenteils heimische Rohstoffe und tragen so erheblich zur österreichischen Wertschöpfung bei."

Rückendeckung für alle Werbetreibenden

Das IAA (International Advertising Assocciation) Austrian Chapter versteht sich als Sprachrohr der gesamten österreichischen Kommunikationsindustrie und stellt sich klar hinter alle Werbetreibenden. Der Gesetzesentwurf der Bundesregierung zur Umsetzung der EU-Richtlinie über audiovisuelle Mediendienste (AVMD-RL) geht aus Sicht von IAA Austria Präsident Walter Zinggl zu weit und käme bei einer Reihe von Lebensmittelkategorien faktisch einem Werbeverbot gleich. "Es kann doch nicht sein, dass in Österreich in vorauseilendem Gehorsam eine EU-Richtlinie so umgesetzt wird, dass die ohnehin durch Corona schwer getroffene Werbe- und Kommunikationsindustrie jetzt auch noch durch ein de facto Werbeverbot zusätzlich belastet wird", ärgert sich IAA Austria Präsident Walter Zinggl.

"Es kann doch nicht sein, dass in Österreich in vorauseilendem Gehorsam eine EU-Richtlinie so umgesetzt wird, dass die ohnehin durch Corona schwer getroffene Werbe- und Kommunikationsindustrie jetzt auch noch durch ein De-facto-Werbeverbot zusätzlich belastet wird“, meint IAA-Austria-Präsident Walter Zinggl.
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"Es kann doch nicht sein, dass in Österreich in vorauseilendem Gehorsam eine EU-Richtlinie so umgesetzt wird, dass die ohnehin durch Corona schwer getroffene Werbe- und Kommunikationsindustrie jetzt auch noch durch ein De-facto-Werbeverbot zusätzlich belastet wird“, meint IAA-Austria-Präsident Walter Zinggl.
"Weder Nährwertprofile noch Werbeverbote sind in der zugrunde liegenden EU-Richtlinie vorgesehen, Ziel ist es eigentlich 'unangebrachte audiovisuelle kommerzielle Kommunikation auf Kinder' wirkungsvoll zu verringern. Dafür gibt es jedoch in Österreich seit zehn Jahren ein Selbstregulierungssystem, das tadellos funktioniert", ergänzt Günter Thumser, Geschäftsführer des Österreichischen Verbands der Markenartikelindustrie.

Und Walter Zinggl poltert weiter: "Wir von der IAA setzen uns für faire Markt- und Wettbewerbsbedingungen ein und hier würde sich ein absoluter Nachteil für alle Werbetreibenden – egal ob auf Unternehmer, Agentur- oder Medienseite – ergeben. Das können wir so nicht hinnehmen, daher werden wir gemeinsam versuchen, die österreichische Umsetzung der AVND Richtlinie auf die Formulierungen der EU-Richtlinie hin zu orientieren."

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