CASH+/Vulcano Schinkenmanufaktur: Von glückli...
 
CASH+/Vulcano Schinkenmanufaktur

Von glücklichen Schweinen und einem Gourmet-Erlebnis

Daniela Purer
Geschäftsführerin Bettina Habel
Geschäftsführerin Bettina Habel

In der Vulcano Schinkenwelt im steirischen Feldbach steht das Tierwohl an erster Stelle. Geschäftsführerin Bettina Habel führte CASH exklusiv durch den Betrieb.

Es war einmal ein Schwein namens Vulcana, die davon träumte die Sterne zu erreichen ... mit diesen Worten startet ein kurzer Videoclip und die Tore der Vulcano Schinkenmanufaktur öffnen sich. Es ist eine wahre Geschichte, die den Besuchern in liebevoll gestaltetem Comicstil und natürlich auch kindgerecht aufbereitet über das Unternehmen erzählt wird. CASH durfte exklusiv eine Führung mit Geschäftsführerin Bettina Habel erleben.

Vulcano Schinkenmanufaktur



"Vulcano gibt es heuer seit 20 Jahren", erzählt Geschäftsführerin Bettina Habel im CASH-Gespräch. "Damals waren wir vier landwirtschaftliche Familien, die zusammen Vulcano gegründet haben. Gründungsgedanke war, dem Produkt Schweinefleisch einen höheren Wert zu geben, daraus besondere Produkte zu produzieren und im Speziellen luftgetrockneten Schinken zu erzeugen, weil das zur damaligen Zeit und auch heute noch in dieser Region beziehungsweise in Österreich ein nahezu unbesetztes Thema ist." In den ersten zwei bis drei Jahren wurde fleißig am Produkt gefeilt und dank einiger Exkursionen nach Italien und Spanien viel dazugelernt. Mittlerweile steht Vulcano für sehr hohe Qualität, für Tierwohl und für luftgetrockneten Schinken aus Österreich.

Viel Platz für die Schweine

Dass das Wohl der Tiere dem Betrieb sehr am Herzen liegt, merkt man sofort, wenn man die Stufen zum Stall hinuntergeht. Die etwa 200 Tiere haben mehr als die doppelte Fläche zur Verfügung, als vorgeschrieben wäre. Zwei Drittel der Fläche ist innen und ein Drittel draußen. Die Tiere gelangen über ein Schleusensystem in den Fress- und Außenbereich. Retour in den Stall geht es durch einen liebevoll gestalteten Ruhebereich. "Wir haben dieses System seit eineinhalb Jahren. Für die Schweine ist die große Herausforderung, sich das System zu merken. Das heißt, sie werden gefordert, müssen etwas tun - und das können sie sehr gut, denn Schweine sind ja eigentlich sehr intelligente Tiere. Für uns hat es den großen Vorteil der gesundheitlichen Überwachung", so Habel.

Im Schnitt kommen etwa 35.000 Besucher in die Schinkenwelt. Neben einem Ausflugsziel mit Führungen positioniert sich der Hof seit einem Jahr auch in Richtung Gastronomie. "Die Gäste können sich nach einer kleinen Jause mit einem Glas Wein auf die Terrassen setzen. In der Coronazeit haben wir einen kleinen Hügel begehbar gemacht und mit Picknick-Plätzen ausgestattet. Es gibt Streichelschafe und einen Spielplatzbereich." Seit acht Monaten ist noch ein weiteres Highlight am Hof zu finden: Sieben Streichelferkelchen. "Ob wir es übers Herz bringen sie zu schlachten, weiß ich noch nicht", überlegt Habel. "Vorsichtshalber heißen sie derzeit nur die sieben Zwerge."

Das ausführliche Interview mit Bettina Habel lesen Sie in der kommenden Ausgabe (Erscheinungstermin 6. November).

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