CEOs for future: Unternehmen fordern mehr Nac...
 
CEOs for future

Unternehmen fordern mehr Nachhaltigkeit in der Lehre

© CEOs for future/lieb.ich Productions
Hartwig Hufnagl (ASFINAG), Silvia Angelo (ÖBB-Infrastruktur), Birgit Kraft-Kinz (CEOs for future und Kraftkinz), Peter Weinelt (Wiener Stadtwerke) und Manfred Stanek (Greiner Packaging).
Hartwig Hufnagl (ASFINAG), Silvia Angelo (ÖBB-Infrastruktur), Birgit Kraft-Kinz (CEOs for future und Kraftkinz), Peter Weinelt (Wiener Stadtwerke) und Manfred Stanek (Greiner Packaging).

Beim ersten "C4F Lehrlingstag" setzte CEOs for future gemeinsam mit Mitgliedsunternehmen ein starkes Zeichen für moderne Lehrlingsausbildung in Verbindung mit Nachhaltigkeit. Im Fokus standen etwa Klimaschutz, Biodiversität und Kreislaufwirtschaft. 

Der Verein CEOs for future und seine rund 55 Mitgliedsunternehmen setzen sich unter anderem für eine nachhaltige Zukunftsgestaltung der Lehre ein. Dazu initiieren sie am 15. November 2022 den ersten C4F Lehrlingstag, bei dem Lehrlingen, Ausbildnern sowie CEOs aus einigen Partnerunternehmen anwesend waren. Gemeinsam mit Doris Schmidauer, der Botschafterin der CEOs for future Generationenplattform und Wolfgang Anzengruber, Botschafter der CEOs for future Wirtschaftsplattform, wurden starke Signale für den gemeinsamen Austausch zwischen Entscheidungsträgern und der Jugend gesetzt. Dabei wurden unter anderem spannende Lehrpfade, innovative Projekte und wichtige Initiativen vorgestellt sowie auch gemeinsam erarbeitet. Vor Ort mit dabei waren ÖBB, Wiener Stadtwerke-Gruppe, Greiner Packaging, ASFINAG, Salzburg AG, Verkehrsverbund Ost-Region (VOR), ista, Falkensteiner sowie die Handler Gruppe.

"Bei unseren Unternehmen gewinnen die Lehrlinge und jungen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine steigende Bedeutung: Die Lehrlinge von heute sind die Fachkräfte von morgen. Deshalb müssen die Lehrpläne in Ausbildungen generell und in den Berufsschulen auf Zukunftsthemen ausgelegt werden: Nachhaltigkeit ist ein wichtiges Thema", sagt Birgit Kraft-Kinz, Unternehmerin und Obmann-Stellvertreterin des Vereins. Wie wichtig, zeigt eine kurze Umfrage unter 31 Unternehmen. Die Befragten wünschen sich unter anderem Lehrpläne, die auf dem neuesten Stand sind und den neuen Erkenntnissen und Entwicklungen Rechnung tragen. Mit einer 64-prozentigen Zustimmung sehen die Befragten in veralteten Lehrplänen von Berufsschulen die größte Hürde in der Ausbildung der Lehrlinge. 21 Prozent sehen auch in der mangelnden Basisausbildung der Lehrlinge eine Hürde. 83 Prozent der befragten Unternehmen unterstützen daher eine Anpassung der Ausbildungspläne der Berufsschulen in Richtung einer zukunftssichernden Nachhaltigkeitslehre.

Engagement bei nachhaltiger Lehrlingsausbildung

Für eine Modernisierung von Lehrberufen setzen sich unter anderem ÖBB, Wiener Stadtwerke, Greiner Packaging International und ASFINAG ein. Mit stetig rund 2.000 Lehrlingen und 27 Lehrberufen sind die ÖBB einer der größten Lehrlingsausbildner Österreichs. "Klimaschutz- und Nachhaltigkeitsthemen fließen bei uns schon in die Lehrausbildung ein: Die Green-Jobs Energietechnik und Kälteanlagentechnik bilden wir selbst aus. Unsere Lehrlinge arbeiten auch im Unterricht an verschiedenen Nachhaltigkeitsprojekten. Das sollte zum Standard werden, nicht nur in Firmen, sondern bei der Ausbildung allgemein", fordert Silvia Angelo, Mitglied des Vorstands ÖBB-Infrastruktur.

Die Wiener Stadtwerke bilden derzeit 470 Lehrlinge aus. Um noch mehr Lehrlinge selbst ausbilden zu können, werden bald zwei neue Ausbildungszentren für die Wiener Linien und Wien Energie eröffnet. Im Fokus der Tätigkeit steht vor allem die Dekarbonisierung der großen Sektoren Strom, Wärme und Mobilität. Von Wasserstoff über Geothermie bis Solarenergie wird in alle Energiequellen zur Erreichung der Klimawende investiert. Bestrebungen fließen auch stark in die Lehrlingsausbildung ein. Dazu sagt der stellvertretende Generaldirektor der Wiener Stadtwerke, Peter Weinelt: "Das Klimabewusstsein ist bei unseren Lehrlingen bereits stark ausgeprägt. Hier wollen wir ansetzen und das Thema Nachhaltigkeit fix in der Ausbildung implementieren. Wir geben unseren Lehrlingen das Werkzeug in die Hand, um der Klimawende die Stirn zu bieten und gemeinsam machen wir Wien bis 2040 zur klimaneutralen Stadt."

Das Verpackungsunternehmen Greiner Packaging gilt als einer der Vorreiter für die Verwirklichung einer Kreislaufwirtschaft mit nachhaltigen Produktlösungen. Eine nachhaltige Ausbildung der jungen Mitarbeiter und 74 Lehrlinge ist für CEO Manfred Stanek fixer Bestandteil der Firmenphilosophie. "Ein ganz wesentlicher Fokus liegt darauf, der nächsten Generation, unseren Lehrlingen, eine gute Ausbildung zu bieten. Wir sind stolz darauf, mit einem sehr umfangreichen Ausbildungsprogramm ein Stück der Zukunft unserer Lehrlinge mitgestalten zu dürfen. Die jungen Menschen von heute sind die Entscheidungsträger von morgen."

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