Coca-Cola: Greenpeace-Protest gegen Coca-Cola...
 
Coca-Cola

Greenpeace-Protest gegen Coca-Cola-Plastikmüll

Mitja Kobal Greenpeace
"Stoppt die Plastikflut" fordert Greenpeace von Coca-Cola bei der Protestaktion vor dem Werk in Edelstal.
"Stoppt die Plastikflut" fordert Greenpeace von Coca-Cola bei der Protestaktion vor dem Werk in Edelstal.

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace wirbt vor dem Werk des Getränkeherstellers in Burgenland mit einer spektakulären Aktion gegen Wegwerfplastik.

Stündlich verlassen rund 300.000 Flaschen des Erfrischungsgetränks das Werk in Edelstal. Damit produziert Coca-Cola mehr als ein Viertel des PET-Mülls in ganz Österreich. Um dafür Aufmerksamkeit zu generieren, ließ sich die Umweltschutzorganisation Greenpeace etwas Ungewöhnliches einfallen: 30 Aktivisten seilten sich erst mit einem Transparent vom Gebäude ab, um dann an der Fassade eine Rohrleitung zu installieren, aus der symbolisch tausende Coca-Cola-Plastikflaschen aus dem Werk in die Umwelt strömten. Die Forderung: Coca-Cola soll seinen Verpackungsmüll drastisch reduzieren und im Einzelhandel auf ein Mehrwegsystem umsteigen. Bis Ende 2020 soll der Konzern in einem ersten Schritt seine Produkte in zwei Flaschengrößen als Mehrwegflaschen anbieten. Der Protest zeigte sofort Erfolg: Coca-Cola Österreich kündigte an, noch in diesem Jahr Mehrwegprodukte im Lebensmittelhandel anzubieten. Greenpeace begrüßt diesen Schritt, fordert aber Konkretisierung.

Laut des Greenpeace-Berichts "Die Akte Coca-Cola" lobbyiert das Unternehmen systematisch gegen Pfand- und Mehrwegsysteme mit dem Argument, der Kunde wolle Plastikflaschen, deshalb setze man weiter darauf, um den Umsatz nicht zu gefährden. Erst kürzlich erteilte die Nachhaltigkeitschefin von Coca-Cola dem Umweltschutz beim Weltwirtschaftsforum in Davos eine Absage. Der Österreichische Handel wirbt allerdings landesweit damit, Plastik in den Regalen zu reduzieren und auch die heimischen Konsumenten wünschen sich mehr ökologische Mehrwegverpackungen.
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