Dekorative Kosmetik: Dekorier dich
 
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Der „Dekorative Kosmetik“-Markt wächst und beschert der Branche steigende Umsätze. Eine Win-win-Situation für Konsument, Handel und Industrie.

Es gibt Themen, die den meisten Männern ein Fragezeichen ins Gesicht zaubern. Das passiert beispielsweise dann, wenn Frau von Schminken spricht. Dabei ist es so einfach, denn es geht um Wimperntusche, Nagellack, Lippenstift & Co. Also um jene Dinge, die in kaum einer Damenhandtasche fehlen – Dekorative Kosmetikprodukte eben.

Dass der Markt stark wächst, zeigen etwa die im Jahr 2007 getätigten Ausgaben der Österreicher. Rund 200 Millionen Euro, das entspricht einer Steigerung von acht Prozent, flossen laut einer Studie von Kosmetik transparent in das Segment der Dekorativen Kosmetik. Für 2008  – die Daten werden gerade erhoben – rechnet man aufgrund des zunehmenden Interesses weiblicher und männlicher(!) Konsumenten mit einem weiteren Anstieg.

Auch Nielsen stellt dem Sektor für Dekorative Kosmetik ein gutes Zeugnis aus. Warengruppenexpertin Mag. Katharina Schlagbauer, Client Executive bei Nielsen: „Der Markt der Dekorativen Kosmetik steigt im DFH mit einem absolutem Umsatzwachstum von 5,6 Millionen Euro (+6,5 %) im aktuellen rollierenden Jahr stark auf 93 Millionen Euro. Der Zuwachs geht auf alle vier großen Bereiche – Auge, Gesicht, Lippen, Nägel – zurück, wobei das stärkste Segment ‚Auge‘ das größte Wachstum verzeichnen kann. Innerhalb der Teilsegmente wird einzig im Segment ‚Lippe‘ bei ‚Liner‘ und ‚Balsam/Top Coat‘ ein Rückgang verzeichnet, das stärkste absolute Plus kommt von Mascara und Gesichts-Foundation. Der Trend zu Eigenmarken wird auch in dieser Warengruppe durch zweistellige Zuwachsraten fortgeführt.“

Triumph für Eigenmarken



Das Wachstum der Eigenmarken freut verständlicherweise den Handel. Bei Bipa findet der Kunde mit  der Lifestyle-Linie „Look by Bipa“, der hochwertigen Kosmetiklinie „iQ Cosmetics“ und mit „b:pretty“ ein breites Angebot. Auch für die Kleinen gibt es mit der dekorativen Kinderkosmetiklinie „my Girl“ Schminkutensilien aller Art. Rewe Group Austria-Unternehmenssprecherin Mag. Corinna Tinkler fasst den positiven Prozess wie folgt zusammen: „Wir sind mit der Entwicklung dieser Kosmetiklinien überaus zufrieden.“

Auch Mitbewerber dm punktet laut Dipl.-BW Harald Bauer, zuständig für Einkauf und Marketing, mit „s-he stylezone“ – der Glamour-Kollektion für trendbewusste Konsumenten – und der im Februar 2009 eingeführten ersten zertifizierten Naturkosmetiklinie der Qualitätsmarke „alverde“.

Erfolgreich mit Exklusivmarken sind die Unternehmen Douglas und Marionnaud. Rebecca Panzenböck, Douglas-GF, verweist auf die hervorragende Entwicklung der Exklusivmarken „BeYu“, „IsaDora“, „Dianne Brill“ sowie „Collistar“ und Markus Reichenspurner, Managing Director Marionnaud Aus-tria & Switzerland, schwärmt von „Smashbox“: „Smashbox wurde in den 90er Jahren von den Enkelsöhnen des berühmten Max Factor gegründet und startet jetzt auch in Österreich durch Marionnaud sehr erfolgreich durch.“

Marken weiter beliebt



Für die prominenten Markenartikler besteht allerdings kein Grund zur Sorge, da diese im Handel, trotz Eigenmarkenkonkurrenz, weiterhin gut performen. Dr. Ulrich Schmidt, General Manager Beiersdorf CEE, freut sich im Segment Dekorative Kosmetik über ein zweistelliges Wachstum: „Unsere Kunden schätzen, dass Nivea mit absoluter Top-Qualität mit einem sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis punktet, mit den Innovationen Trends aufnimmt und ausschließlich Produkte entwickelt, die pflegend und mild zur Haut sind.“ Auch bei L’Oréal zeigt man sich mit der Entwicklung sehr zufrieden. Rainer Widmar, Vertriebsdirektor Consumer Products Division, merkt hierzu an: „Wir sind mit unseren Marken Maybelline-Jade (Nr. 1) und L’Oréal Paris (Nr. 2) mit Abstand Marktführer in der Dekorativen Kosmetik. Beide Marken konnten auch 2008 stark wachsen und haben erheblich zum Gesamt-Marktwachstum beigetragen.“ Den Fortschritt des Marktes führt Marc Sutterlüti, Marketing Manager Max Factor, vor allem auf Innovationen und das Aufgreifen von Trends zurück: „Der Megatrend ‚Organic‘ ist bei der Dekorativen Kosmetik deutlich spürbar. Jede große Kosmetikmarke hat im letzten Jahr ein oder mehrere Produkte mit natürlichen mineralischen Inhaltsstoffen auf den Markt gebracht.“

Punkten mit Naturkosmetik



Besonders im Trend liegen derzeit also Dekorative-Kosmetik-Produkte aus kontrolliert-biologischem Anbau. Hier kann besonders die Marke Dr. Hauschka Kosmetik – mit mehr als 55 Präparaten im Standardsortiment – auf Erfolge verweisen, worüber man sich bei der Wala Heilmittel GmbH äußerst glücklich schätzt. Inka Bihler, Pressereferentin Dr. Hauschka Kosmetik: „Wir erhalten von unsere Kunden ausgezeichnetes Feedback betreffend die hohe Qualität der Dr. Hauschka Kosmetikpräparate. Die verwendeten Rohstoffe kommen aus biologisch-dynamischen oder kontrolliert biologischem Anbau sowie aus kontrollierter Wildsammlung. Außerdem durchlaufen die Produkte bei uns viele verschiedene Qualitätskontrollen. Nur absolut einwandfreie Rohstoffe werden weiterverarbeitet.“

Pastelltöne im Trend



Neben dem Trend zur Naturkosmetik sind heuer auch Pastelltöne, Smokey Eyes und der Nude-Look angesagt. Weiters befinden sich Anti-Age Make-ups, Minerals-Produkte mit natürlichen Mineralien und schnelltrocknende Nagellacke auf Erfolgskurs.  Auf den Lippen wird sich laut Branchenkennern wieder mehr Farbe finden und Wimpern machen Bekanntschaft mit volumenzauberndem Mascara. Douglas-GF Panzenböck bringt es wie folgt auf den Punkt: „Alles ist möglich und erlaubt.“

Mag. Katharina Schlagbauer, Client Executive bei Nielsen ® Nielsen
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Mag. Katharina Schlagbauer, Client Executive bei Nielsen ® Nielsen


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