De'Longhi Kaffeereport 2022: Kaffeeumsatz in ...
 
De'Longhi Kaffeereport 2022

Kaffeeumsatz in Österreich steigt auf vier Milliarden Euro

De'Longhi

Das Lieblings-Heißgetränk der Österreicher ist nach wie vor ein Umsatzbringer - auch wenn sich Konsumort und -zeit etwas verlagern. Auch die Version "mit Milch" verändert sich überraschend. Das alles geht aus dem aktuellen Kaffeereport von De'Longhi hervor.

Kaffee gehört zu den beliebtesten Heißgetränken, nicht nur in Österreich, sondern weltweit. Nach einem leichten Einbruch in den beiden Coronajahren (161,9 Mio. kg) pendelte sich der Absatz laut Statista und dem De'Longhi Kaffeereport auf 165,2 Millionen Säcke à 60 Kilogramm ein und liegt damit wieder auf dem Vorpandemieniveau 2018/19 (165,5 Mio. kg). Für das Jahr 2022/23 rechnet die USDA (US-Landwirtschaftsministerium) mit einem weiteren Anstieg auf 167 Millionen Kilogramm, was man bei De'Longhi aufgrund der Inflation aber als "mehr als euphorisch" einstuft. Größter Absatzbringer ist übrigens die EU, wo zwischen Juni 2021 und Juni 2022 253 Millionen Kilogramm Kaffee konsumiert wurden. Der weltweite Umsatz soll 2022 bei 387,7 Milliarden Euro gerechnet, also etwa eine Milliarde mehr als noch im Jahr zuvor, und bis 2025 auf ein Marktvolumen von über 466 Milliarden Euro steigen.

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Hoher Kaffeepreis vor Beruhigung

Gleichzeitig ist 2022 aber auch der Kaffeepreis enorm angestiegen. Im Mai lag der Durchschnittspreis der International Coffee Organization ICO bei etwa 1,88 Euro für 453 Gramm. Grund dafür waren die geschmälerten Erträge im Kaffeeland Nummer 1 Brasilien durch ungünstige Witterungsbedingungen und Trockenheit. Mit 47,7 Millionen Säcken Kaffee (á 60 Kilogramm) lag die Ernte im Jahr 2021 mit fast 25 Prozent unter der Ernte von 63,1 Millionen Säcken aus dem Jahr 2020. Auch dieses Jahr soll der Ertrag geringer bleiben. Dennoch ist aktuell wieder eine Erleichterung am Weltmarkt zu verorten, die Durchschnittspreise sind zuletzt wieder gefallen.

Kaffeegenuss verlagert sich auf den Nachmittag

Sollten sich die fallenden Weltmarktpreise auch auf Kaffeepreise hierzulande auswirken, wäre das wohl auch zur Freude der Kaffeetrinker, wobei Michael Frank, Geschäftsführer von De'Longhi-Kenwood, festhält, dass wahre Kaffeeliebhaber auch bereit sind, für eine gute Bohne mehr Geld auszugeben. Insgesamt trinken fast 60 Prozent der Österreicher Kaffee (De'Longhi / marketagent 2022). Sie bescheren dem heimischen Markt laut Statista einen Umsatzanstieg von 6,95 Prozent auf vier Milliarden Euro (vgl. 2021 3,74 Mrd. Euro). Marketagent arbeitete jedoch heraus, dass die Kaffee-Konsumation pro Kopf zwei bis drei Tassen täglich stabil blieb, allerdings verschieben sich die Konsumationszeiten weiter. Während im Vorjahr 84 Prozent mit Kaffee in den Tag gestartet sind, waren es heuer 82 Prozent. Zunehmender Beliebtheit erfreut sich der Nachmittagskaffee, der bereits von 67 Prozent konsumiert wird. Die Pandemie hat außerdem den Trinkort massiv beeinflusst.
„Während im Juni 2020 noch 8,2 Prozent am häufigsten ihren Kaffee im Café oder Restaurant konsumiert haben, waren es im Juni 2022 nur mehr 4,3 Prozent.“
Noch immer trinken 66,5 Prozent der Österreicher ihren Kaffee zu Hause und nur mehr 23,7 Prozent am Arbeitsplatz. Massive Veränderungen gab es auch in der Gastronomie. Während im Juni 2020 noch 8,2 Prozent am häufigsten ihren Kaffee im Café oder Restaurant konsumiert haben, waren es im Juni 2022 nur mehr 4,3 Prozent.
Getrunken wird am liebsten Verlängerter vor Cappuccino und Espresso. Milch im Kaffee wird wieder beliebter, pflanzliche Alternativen sind dagegen leicht rückläufig. Während im Vorjahr 62,1 Prozent der Konsumenten ihren Kaffee mit Milch getrunken haben, waren es heuer 63,2 Prozent. Im Jahr 2021 haben 28,1 Prozent der Österreicher ihren Kaffee ohne Milch oder Pflanzendrinks konsumiert, 2022 nur 26,7 Prozent. Bei den pflanzlichen Alternativen verzeichneten Hafer- und Sojadrinks das größte Wachstum, sind aber in Summe leicht rückläufig (2021: 25 %, 2022: 24,4 %).

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Preis wieder Top-Kaufmotiv bei Kaffeemaschinen

Für die Zubereitung bevorzugen die Konsumenten zu 50,1 Prozent Kaffeevollautomaten und 40,9 Prozent Kapselmaschinen. 27,1 Prozent der Haushalte haben eine Filterkaffeemaschine, gefolgt von Espressokannen (9,9 %), French Press/Kaffeepressen (7,2 %) und Siebträger-/Einspannmaschinen (7,1 %). 1,1 Prozent der Haushalte haben zu Hause keine Möglichkeit, Kaffee zuzubereiten. Wozu die Konsumenten greifen, verändert sich jedoch aktuell. Jahrelang war das Preis-Kriterium beim Kauf einer Kaffeemaschine rückläufig. Für bedienerfreundliche Geräte war man sogar bereit mehr zu investieren. "Bedingt durch die angespannte Wirtschaftslage ist für 61,9 Prozent der Österreicher der Preis wieder zum Top-Kaufmotiv geworden. Die leichte Bedienbarkeit ist allerdings mit rd. 55 Prozent ebenfalls entscheidend. Insbesondere für Frauen mit 57,3 Prozent (Männer 52,6 %)", so Michael Frank.
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