NÖM / BirdLife Österreich: Die Schwalben im K...
 
NÖM / BirdLife Österreich

Die Schwalben im Kuhstall

Gabriele Moser
V.l.n.r.: Mag. Alfred Berger, Vorstand der NÖM AG; Dr. Wilhelm Firbas, Präsident von BirdLife Österreich; Ing. Leopold Gruber-Doberer, Geschäftsführer der Milchgenossenschaft Niederösterreich MGN © Gabriele Moser
V.l.n.r.: Mag. Alfred Berger, Vorstand der NÖM AG; Dr. Wilhelm Firbas, Präsident von BirdLife Österreich; Ing. Leopold Gruber-Doberer, Geschäftsführer der Milchgenossenschaft Niederösterreich MGN © Gabriele Moser

Geschätzte 75.000 Rauchschwalben-Paare kehren derzeit aus den Überwinterungsgebieten in Afrika nach Österreich zurück. Ihre Bestandsentwicklung ist in engem Zusammenhang mit der Landwirtschaft, insbesondere mit der Viehwirtschaft, zu sehen.

Durch die immer geringere Anzahl von Viehställen und Fluginsekten steht die Rauchschwalbe unter Druck, wie die Vogelschutzorganisation BirdLife meldet. Damit könnte sie der Mehlschwalbe folgen, deren Bestand sich in den letzten 20 Jahren beinahe halbiert hat. Daher startet BirdLife Österreich gemeinsam mit der niederösterreichischen Molkerei NÖM AG und ihrer Milchgenossenschaft MGN eine Informationskampagne zum Schutz der Rauchschwalbe.

Die Rauchschwalbe benötigt offene, vielfältige Landschaften mit reichem Insektenangebot für die Jungenaufzucht. Ihre napfförmigen, oben offenen Nester baut sie in trockene, windgeschützte Gebäude wie in Viehställe. „Diese werden zunehmend steriler und sind geschlossen und damit geraten die Schwalben in ernsthafte Schwierigkeiten“, erklärt Gábor Wichmann, Geschäftsführer von BirdLife Österreich. Damit auch alles hygienisch bleibt, rät der Experte zu Schwalbenbrettern, also Nistbrettchen als Unterlage für den Nestbau und Kotbretter, die „Hinterlassenschaften“ auffangen. Es existiert ein Informationsfolder „Rauchschwalben – Glücksbringer im Viehstall“, den man unter office@birdlife.at und unter der Telefonnummer 01/523 46 51 anfordern kann und gratis erhält.
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