E-Special Haarkosmetik: Nachhaltigkeit wird g...
 
E-Special Haarkosmetik

Nachhaltigkeit wird großgeschrieben

RyanMcGuire - Pixabay

Im Jahr 2019 verzeichnete die Kategorie Haarkosmetik quer über alle Segmente eine positive Entwicklung, wobei die Drogeriemärkte noch stärker wachsen konnten als der LEH. Durch Corona ist der Gebrauch von Haarpflege- und Stylingprodukten 2020 zurückgegangen. Eines bleibt jedoch: Der Trend zur Nachhaltigkeit.

Seit Jahren beobachten Marktteilnehmer auch in der Kategorie Haarkosmetik einen großen Trend: die Nachhaltigkeit. Eine Vielzahl von Konsumenten bevorzugen Produkte von umweltbewusst agierenden Unternehmen und suchen aktiv danach. Henkel Beauty Care, nach eigenen Angaben die Nummer eins in den für sie relevanten Segmenten, gibt jährlich rund 500 Millionen Euro für Forschung und Entwicklung aus, um die Innovationsquote von 45 Prozent zu halten. "Das heißt, dass wir 45 Prozent unseres Umsatzes mit Produkten erzielen, die es vor drei Jahren noch nicht am Markt gegeben hat", erklärt Bernhard Voit, General Manager Austria bei Henkel Beauty Care.

Auch bei der Nummer zwei am Markt, P&G, dreht sich alles um Nachhaltigkeit, wie Mitra Maysami-Becker, Category Director Haircare A/CH bei P&G, gegenüber CASH betont: "Bis Ende 2021 wollen wir erreichen, dass alle unsere herkömmlichen Shampoo- und Pflegespülungsflaschen vollständig recycelbar sind und die Verwendung von Neuplastik um 50 Prozent gegenüber 2016 verringern." Im Frühjahr 2021 wird daher das erste Nachfüllungssystem für Shampoos der Marken Pantene-Pro-V, Head & Shoulders und Herbal Essences eingeführt.

Das seit 1921 bestehende Unternehmen Weleda widmet der Nachhaltigkeit in ihrem Geschäftsbericht gar 40 Seiten. Unter anderem ist dort zu lesen, dass 2019 eine neue langfristige Verpackungsvision entwickelt wurde: "Zero Waste. Zero Harm. 100 % Consumer Relevance". Weleda Verpackungen sollen demnach keinerlei Probleme auf der Welt verursachen. Nach dieser Vision wird die mittel- und langfristige Verpackungsentwicklung ausgerichtet.

E-Special Haarkosmetik: Produktparade



Bei einer neuen Marke von Unilever liegt Nachhaltigkeit bereits im Namen: Bei den Produkten von Love Beauty & Planet dreht sich alles darum, den Planeten schöner zu machen. Birgit Fritz, Strategische Leiterin HPC-Bereich, Unilever Austria, erklärt: "
Love Beauty & Planet verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz, der sich über die sorgfältige Auswahl der Inhaltsstoffe, Verpackungsmaterialien sowie sozialer Partnerschaften erstreckt. Die Marke ist überzeugt davon, dass man nicht wählen muss zwischen schönem Haar, strahlender Haut und der Chance, unserem Planeten ebenso etwas Gutes zu tun."

Wachstumspotenzial in Österreich

Insgesamt ist der Haarpflegemarkt in Österreich im Jahr 2019 gewachsen. Alle Segmente (Shampoo, Spülungen und Kuren) haben sich positiv entwickelt, insbesondere der höherwertige Kurenmarkt konnte überproportional zum Wertwachstum beitragen. Im Vergleich zu anderen Ländern, wie beispielsweise Deutschland, gibt es hierzulande aber noch Luft nach oben. Aufgrund von Covid-19 ist der Gebrauch von Haarpflege- und Haarstylingprodukten allerdings zurückgegangen. Ein Vorteil laut Ernest Widek, Sales Manager, Beiersdorf Österreich: "Durch das vermehrte Arbeiten im Home-Office und weniger Zeit in den Geschäften sind Konsumenten auch weniger experimentierfreudig und setzen auf altbewährte Marken, wie Nivea." Im letzten Jahr konnte das Unternehmen mit der Traditionsmarke beobachten, dass die Nivea Schaumfestiger in der Kategorie Styling besonders stark performt haben. "Mit einem Marktanteil von 28,8 Prozent haben die Produkte dadurch die Marktführerschaft aufgebaut", so Widek.

Eigenmarken des Handels

In der Kategorie Haarkosmetik ist der Anteil der Handelsmarken unterdurchschnittlich niedrig und liegt bei zehn Prozent. Immerhin ist man mit der Performance der Eigenmarken zufrieden, sind sich Spar-Pressesprecherin Nicole Bekmann und Bipa Geschäftsführer Thomas Lichtblau auf CASH-Nachfrage einig." Vor allem die Neueinführungen unter unserer nachhaltigen Marke bi good sind am Puls der Zeit und entwickeln sich sehr erfreulich", so Lichtblau.

Beide geben jedoch an, dass die Entwicklung der Segmente im vergangenen Jahr stark von der Coronapandemie geprägt waren. "Der stärkste Zuwachs war bei den Colorationen, sicherlich bedingt durch den Lockdown im Frühjahr", ist Berkmann überzeugt.


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