Emmi: Wachstum abseits des Heimatmarktes
 
Emmi

Wachstum abseits des Heimatmarktes

Emmi
Emmi Headquarter in Luzern
Emmi Headquarter in Luzern

Emmi kann den Jahresumsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr um 3,6 Prozent steigern.

Auch im zweiten Pandemiejahr gelang es Emmi, den Jahresumsatz zu erhöhen: Insgesamt erwirtschaftete das Unternehmen 3,91 Milliarden Schweizer Franken (3,6 Mrd. Euro). Gegenüber dem Vorjahr bedeutet das ein organisches Wachstum von 3,6 Prozent. Hauptwachstumstreiber waren dabei die erfolgreichen Auslandsmärkte. Starkes organisches Umsatzwachstum verzeichnete der Molkereikonzern in den Divisionen Americas (9,6 %), Europa (5,2 %) und Global Trade (11,5 %), während die Division Schweiz trotz Umsatzeinbussen leicht über den Erwartungen performt hat (-2,2 %). Die Verluste am Heimatmarkt resultieren aus einer Rückkehr der Kunden zu alten Konsumgewohnheiten inklusive dem Einkaufstourismus. Umsatzhemmend wirkte auch das Geschäft im Gastronomiebereich sowie mit Industriekunden, das nach wie vor stark von der Pandemie geprägt ist. Der Anteil der Division Schweiz am Konzernumsatz lag im Vorjahr daher bei 42,2 Prozent statt 45,5 Prozent im Jahr 2020.

Ein gutes Gespür bewies das Unternehmen insbesondere im Dessertgeschäft in den USA sowie den Wachstumsmärkten Brasilien, Mexiko und Tunesien. Das gute organische Wachstum der Division Europa (5,2 %) wurde primär von der guten Entwicklung der italienischen Dessertspezialitäten sowie der Markenkonzepte wie Emmi Caffè Latte und Kaltbach Käse getragen.

Die Division Europa, zu der auch Österreich gehört, erwirtschaftete einen Umsatz von 662 Millionen CHF (637 Mio. Euro). Wachstumstreiber in diesem Bereich waren weiterhin die innovationsstarken italienischen Dessertspezialitäten und Emmi Caffè Latte, was sich in einem starken Wachstum im Segment Frischprodukte niederschlug. Die negativen Akquisitionseffekte betreffen neben dem Verkauf von Lácteos Caprinos in Spanien im Dezember 2020 die Verschiebungen von Distributionskanälen einzelner Kunden zu den Divisionen Americas und Global Trade. Der Anteil der Division Europa am Konzernumsatz liegt bei 16,9 Prozent.

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