ARA: Erfassungsmenge von 2012 wurde 2013 noch...
 
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Erfassungsmenge von 2012 wurde 2013 nochmals übertroffen

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Die Altstoff Recycling Austria AG als führendes Sammel- und Verwertungssystem in Österreich konnte 2013 im 20. Jahr ihres Bestehens die Erfassungsmenge auf 835.500 t steigen und zeigt sich für die neue Wettbewerbssituation ab 2015 gut gerüstet.

Die Erfassungsmenge an Verpackungen erhöhte sich von 2012 auf 2013 um knapp 1 % auf rund 835.500 t. 62 % stammten aus dem Konsumentenbereich, 38 % aus Industrie und Gewerbe. Metall-, Glas- und Leichtverpackungen stiegen leicht an, Papier und Holz verzeichneten leichte Rückgänge. Die Pro-Kopf-Sammelmenge lag mit 117,4 kg im Jahr 2013 auf dem Vorjahresniveau. Den Spitzenplatz im Bundesländer-Ranking belegte erneut Vorarlberg mit 148,6 kg, Schlusslicht ist unverändert Wien mit 92 kg. Die Zahl der Sammelbehälter für den Haushaltsbereich wurde bundesweit um 4,4 % auf mehr als 1,6 Millionen Container angehoben.

Quoten eingehalten oder übertroffen



Von der Gesamtleistung wurden rund 782.800 t dem Recycling zugeführt. 86 % gingen in die stoffliche Verwertung, der Rest wurde thermisch oder energetisch genutzt. Die vom Umweltministerium vorgegebenen Erfassungs- und Verwertungsquoten konnten auch 2013 bei allen Packstoffen eingehalten oder übertroffen werden. Dieser positive Beitrag zur Ressourcenschonung bildet sich auch im Klimaschutz ab: 2013 wurden durch die getrennte Verpackungssammlung 650.000 t CO2-Äquivalente eingespart - umgelegt rund 7 % der jährlichen Fahrleistung aller in Österreich zugelassenen Pkw.

Preise weiter gesunken



Die Lizenztarife sanken 2013 abermals (siehe Grafik). Für 2014 weist die ARA mit durchschnittlich 121 Euro/Tonne die niedrigsten Preise seit ihrer Gründung aus. "Das niedrige Tarifniveau ist das Ergebnis unserer laufenden Effizienzsteigerungen und unserer Non-Profit-Gestion, nach der wir Zufallsgewinne über Tarifreduktionen wieder unseren Kunden zu Gute kommen lassen. Dieses niedrige Niveau wird jedoch in Zukunft voraussichtlich nicht zu halten sein", sagt dazu ARA-Vorstand Werner Knausz. "Denn durch die Ausweitung der Produzentenverantwortung im neuen Abfallwirtschaftsgesetz entstehen zusätzliche Kosten, die bislang durch die kommunale Müllgebühr gedeckt waren. Es ist also durchaus zu befürchten, dass es ab 2015 - trotz eines breiteren Wettbewerbs - nicht zu sinkenden Preisen kommen wird, sondern wahrscheinlich sogar zu Preiserhöhungen. Die ARA ist jedoch hervorragend positioniert", blickt Knausz zuversichtlich in die Zukunft.
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