Beiersdorf: Erfolg für Nivea im Streit um die...
 
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Erfolg für Nivea im Streit um die Farbe Blau

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Etappensieg für Nivea. Der Bundesgerichtshof hat vor Kurzem ein Urteil des Bundespatentgerichts aus dem Jahr 2013 aufgehoben, indem es um die Löschung der Farbmarke aus dem deutschen Markenregister ging. Jetzt wird der Fall neu aufgerollt.

Im Streit um das traditionelle Nivea-Blau hat Konkurrent Unilever gegenüber Nivea-Markeninhaber Beiersdorf aktuell das Nachsehen. Der Konzern, der unter anderem Kosmetikprodukte der Marke Dove produziert, hatte die Löschung der Farbmarke beantragt. Durch die Aufhebung des Urteils des Bundespatentgerichts, das die Löschung bereits angeordnet hat, geht der Streit vor dem Bundesgerichtshof nun in eine neue Runde.

Mehr als dekorativer Hintergrund
Beiersdorf begrüßt die Entscheidung des Bundesgerichtshofs, der die Farbe als Marke sieht und nicht nur als dekorativen Hintergrund. "Seit 1925 steht die Farbe Nivea-Blau, wie sie beispielsweise auf der legendären blauen Nivea-Creme Dose verwendet wird, für die Markenwerte von Nivea: Vertrauen, Nähe und Pflegekompetenz. Die blaue Dose ist das „Gesicht“ der Marke und die Basis für die globale Designsprache der Nivea Produkte. Die breite Nutzung über einen langen Zeitraum und über das Markenportfolio hinweg hat dazu geführt, dass Verbraucher weltweit das typische Blau mit allerhöchster Hautpflege-Kompetenz assoziieren. Daher lassen wir selbstverständlich nichts unversucht, um das ikonische Farbimage sowie alle weiteren Marken- und Designrechte zu schützen“, so Markenvorstand Ralph Gusko.

Verknüpfung von Farbe und Marke
Ein Gutachten soll nun Klarheit bringen, inwieweit die Verbraucher den blauen Farbton mit der Marke Nivea verknüpfen. Liegt der Wert der befragten Konsumenten dabei über 50 Prozent, hat Beiersdorf gute Karten, das Patent weiterhin zu halten. Das Patentgericht forderte ursprünglich einen Erkennungswert von 75 Prozent, was dem Bundesgerichtshof aber zu hoch ist. In einem von Beiersdorf vorgelegten Gutachten, das allerdings wegen sachlicher Mängel neu erstellt werden muss, lag die Quote bei 58 Prozent.

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