AMA/Lebensmittelindustrie: Exportplus für Agr...
 
AMA/Lebensmittelindustrie

Exportplus für Agrar- und Lebensmittelwirtschaft

Agrarmarkt Austria Marketing GesmbH/APA-Fotoservice/Schedl
Präsentierten gemeinsam die aktuellsten Exportzahlen der Agrar- und Lebensmittelwirtschaft: Katharina Koßdorff, Geschäftsführerin Fachverband Lebensmittelindustrie und Michael Blass, Geschäftsführer AMA-Marketing © Agrarmarkt Austria Marketing GesmbH/APA-Fotoservice/Schedl
Präsentierten gemeinsam die aktuellsten Exportzahlen der Agrar- und Lebensmittelwirtschaft: Katharina Koßdorff, Geschäftsführerin Fachverband Lebensmittelindustrie und Michael Blass, Geschäftsführer AMA-Marketing © Agrarmarkt Austria Marketing GesmbH/APA-Fotoservice/Schedl

Trotz schwieriger Marktlagen stiegen sowohl die Agrarexporte als auch die Exporte der Lebensmittelindustrie im 1. Halbjahr 2015.

Die Agrarexporte legten im ersten Halbjahr 2015 um knapp drei Prozent zu und liegen nun bei rund fünf Milliarden Euro, berichtet AMA-Marketing-Geschäftsführer Dr. Michael Blass über die aktuellen Außenhandelszahlen. Und auch die Lebensmittelindustrie hat sich ein Exportplus gesichert, schildert Mag. Katharina Koßdorff, Geschäftsführerin des Fachverbandes der Lebensmittelindustrie. Die Exporte stiegen im ersten Halbjahr um 6,4 Prozent, wobei der Löwenanteil auf den US-Markt entfällt. Dort betrug das Wachstum sogar 40 Prozent und resultiert vor allem aus dem Export von Getränken und Süßwaren.

Europa bleibt allerdings für heimische Unternehmen, die Lebensmittel und Getränke exportieren, der Hauptmarkt. Im ersten Halbjahr wurden rund 78 Prozent des gesamten Exportvolumens, das 2,9 Mrd. Euro groß ist, am europäischen Markt abgesetzt. Deutschland zählt dabei nach wie vor zum Top-Exportland für Österreich. Das Exportvolumen mit Drittstaaten beträgt 900 Mio. Euro.

Österreichische Unternehmen exportieren aktuell in 185 Länder, die Exportquote der Lebensmittelindustrie liegt nunmehr bereits bei 60 Prozent – 1995 waren es vergleichsweise knapp 16 Prozent.

Das Gesamt-Umsatzziel (abgesetzte Produktion) der Lebensmittelindustrie Österreichs beziffert Koßdorff für heuer mit acht Milliarden Euro. Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen – auch am Heimatmarkt – sei die Branche optimistisch, das zu schaffen.

Agrarexport im herausfordernden Umfeld

Auch AMA-Marketing-Chef Michael Blass ist für die weitere Entwicklung der Agrarexporte optimistisch. Deutschland sei mit einem Exportvolumen von 3,35 Mrd. € wichtigster Handelspartner. So wurden etwa im ersten Halbjahr 2015 knapp 30.000 Tonnen Käse bzw. Käsespezialitäten im Wert von 142 Mio. Euro exportiert, womit die Branche nahtlos an das hohe Niveau des Vorjahres anschließen konnte. Schwieriger gestalten sich die Markterfolge in Italien für den Absatz von österreichischen Milcherzeugnissen. Einerseits trifft die Branche dort auf einen extrem harten Wettbewerb, der Markt ist stark fragmentiert und die Kaufkraft hat in einigen Regionen stark gelitten.

Auf Platz zwei hinter Käse rangieren Wurst, Schinken, Speck und andere Fleischzubereitungen im Ranking der stärksten Exportprodukte mit einem Absatz von 28.203 Tonnen. Der Wert liegt bei 127 Mio. Euro.

Weniger erfreulich ist die Lage bei Obst, wo man in Deutschland ein Minus von 16 Prozent hinnehmen musste. Hier fielen die Auswirkungen der russischen Sonderwirtschaftsmaßnahmen eklatant ins Gewicht. Blass hofft für die Branche jedoch auf ein starkes Jahresendgeschäft und ist davon überzeugt, „dass sich die österreichische Güte durchsetzen wird.“

Um die Güte österreichischer Produkte geht es auch in der neuen AMA-Kampagne, in der die Leistung der Land- und Lebensmittelwirtschaft und deren Mehrwehrt in den Mittelpunkt gestellt sind. Es soll das Wertebewusstsein für jene Nahrungsmittel stärken, „die aus regionalen Kreisläufen stammen und unter strengen Auflagen entstehen. So produzierte Lebensmittel verdienen unsere Wertschätzung ganz besonders“, erklärt Michael Blass.

Hier geht's zu den ausführlichen Charts der AMA-Marketing:

Katharina Koßdorff: Export ist und bleibt Wachstumstreiber und Jobgarant für den Standort Österreich.
-
Katharina Koßdorff: Export ist und bleibt Wachstumstreiber und Jobgarant für den Standort Österreich.


Michael Blass: Mit der neuen AMA-Kampagne das Wertebewusstsein für Nahrungsmittel stärken.
-
Michael Blass: Mit der neuen AMA-Kampagne das Wertebewusstsein für Nahrungsmittel stärken.
stats