Fressnapf : Tierliebe kennt keine Krisen
 
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Die heutige Jahrespressekonferenz des Heimtierbedarf-Anbieters Fressnapf zeigt: 2021 war geprägt von Wachstum, weiterem Ausbau in die Omnichannel-Strategie und Ausbau der Marktführerschaft in Europa, damit auch Österreich. Im hierzulande 25. Jubiläumsjahr wuchs der Jahresumsatz in Österreich auf 240 Millionen Euro.

Gerade die Pandemie habe den Trend zum Haustier weiter befeuert und beschert Marktführer Fressnapf Wachstum: im europäischen Gesamtmarkt hat die Gruppe im vergangenen Geschäftsjahr 3,17 Milliarden Euro Außenumsatz; ein absolutes Wachstum von 19,8 Prozent beziehungsweise 516 Millionen Euro im Vorjahresvergleich, sagt Torsten Toeller, Unternehmensinhaber und -gründer von Fressnapf zu Beginn der Pressekonferenz. Man wolle weiterhin auch am E-Commerce-Wachstum und damit am umfassenden Omnichannel-Ökosystem der Gruppe arbeiten.

Mit dem E-Commerce-Kanal wurden insgesamt 245 Millionen Euro erwirtschaftet. Ein Plus von 54 Prozent beziehungsweise 94 Millionen Euro zum Vorjahr. "Ohne Frage" sei dieses Ergebnis, so der Unternehmensgründer, "eine starke Botschaft an den Wettbewerb. Wir wollen weiter im E-Commerce beschleunigen, auf Augenhöhe sein und so exzellent sein, wie die guten Pure Player – haben aber gleichzeitig für den Kunden viel mehr zu bieten."

In Deutschland alleine setzte die Gruppe im vergangenen Jahr 1,8 Milliarden Euro um. Auch expandiere man weiterhin in neue Märkte und so nahm das Krefelder Unternehmen rund 100 Millionen Euro in die Hand und eröffnete im vergangenen Jahr 120 neue Märkte. Man setzte zudem auf Expansion durch Zukäufe, wie der "Petworld" in Dänemark (mit 36 Läden) und in Irland (mit 8 Läden). In den kommenden drei Jahren sollen rund 400 neue Filialen und Standorte eröffnen und eine Ausweitung in andere Länder erfolgen. Noch in diesem Jahr werden Testläden der Fressnapf Gruppe in Rumänien eröffnet. 

Ein Blick nach Österreich

Für Österreich präsentiert Hermann Aigner, Geschäftsführer Fressnapf Österreich, die Geschäftsentwicklung. Fressnapf Österreich beendet das Geschäftsjahr 2021 mit einem Jahresumsatz von insgesamt 240 Millionen Euro. Somit setzt das Unternehmen mit über 130 Filialen auch 2021 seine positive Entwicklung fort und steigert seinen Gesamtumsatz um 12 Prozent. Dies entspricht einem Plus von 25 Millionen Euro im Vergleich zu 2020. Das Wachstum im stationären Handel beträgt 10 Prozent. In den kommenden zwei Jahren sind weitere Fressnapf-Filialen inklusive XXL-Fressnapf sowie Fressnapf-Salons geplant. "Diese digitalen und vernetzten Filialen werden unser Ökosystem noch erlebbarer machen. Dadurch werden wir unsere Kundinnen und Kunden mit einem optimalen Einkaufserlebnis begeistern", sagt Aigner im Rahmen der Pressekonferenz. 

Das "optimale Einkaufserlebnis der Kunden" immer im Blick: Fressnapf Österreich-Geschäftsführer Hermann Aigner.

Eines der Erfolgsrezepte des Unternehmens sei die Investition in Digitalisierung: Ein bedeutender Wachstumstreiber der vergangenen beiden Jahre war der Online-Kanal. Mit einem Umsatzplus von 40 Prozent beziehungsweise 4,8 Millionen Euro zum Vorjahr wurde das ambitioniert geplante Wachstum deutlich übertroffen. Allein mit dem E-Commerce-Kanal wurden insgesamt 17,5 Millionen Euro erwirtschaftet. "Wir erleben, dass der Online-Umsatz das stationäre Geschäft nicht kannibalisiert. Der Fressnapf-Onlineshop überzeugt mit einem deutlich erweiterten Sortiment an Markenartikeln und erfolgreichen, exklusiv bei Fressnapf erhältlichen Marken", betont Aigner. Nachhaltig sei man mit der Omnichannel-Strategie und den stationären Filialen "profitabel und strategisch bestens aufgestellt", sagt er.

Einer der weiteren Profittreiber für die Gruppe sind die 16 Exklusivmarken mit einem Sortimentsanteil von 54 Prozent. Erstmals haben die exklusiv bei Fressnapf erhältlichen Marken im vergangenen Jahr einen Gesamtumsatz von 130 Millionen Euro erzielt, ein Plus von rund 9,6 Prozent zum Vorjahr. Auch wurden die Exklusivmarken "konsequent weiterentwickelt", wodurch sowohl die Sortimentsbreite als auch die Sortimentstiefe erhöht werden konnten.

Auch das Thema Corporate Social Responsibility sei dem Unternehmen weiterhin eine Herzensangelegenheit: Unter dem Dach der Fressnapf-Initiative "Tierisch engagiert" konnten im vergangenen Jahr österreichweit mehr als 225.000 Euro an ausgewählte Einrichtungen und Projekte weitergegeben werden. Zusätzlich dazu spendeten Fressnapf-Kunden über die Futterboxen in den Filialen 192 Tonnen Tierfutter für regionale Tierschutzeinrichtungen.

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