Bio Austria: Für eine nachhaltige europäische...
 
Bio Austria

Für eine nachhaltige europäische Agrarpolitik

Bio Austria / Liebentritt
V. l.: Jan Plagge (Präsident IFOAM EU), Gertraud Grabmann (Obfrau Bio Austria), Herbert Dorfmann (MEP), Josef Plank (Generalsekretär BMNT) © Bio Austria / Liebentritt
V. l.: Jan Plagge (Präsident IFOAM EU), Gertraud Grabmann (Obfrau Bio Austria), Herbert Dorfmann (MEP), Josef Plank (Generalsekretär BMNT) © Bio Austria / Liebentritt

Auf der 12. Europäischen Bio-Konferenz EOC, die am 26. September zu Ende gegangen ist, haben die Teilnehmer mehr Fairness gefordert und eine europäische Agrarpolitik, die noch stärker nachhaltig ausgerichtet sein soll.

Fairness in der Wertschöpfungskette sowie die Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik für die Zeit nach 2020 standen am 25. September im Zentrum zweier Podiumsdiskussionen im Rahmen der zwölften EOC im Billrothhaus in Wien, zu denen die Bio-Dachorganisation IFOAM EU und der Bio-Verband Bio Austria geladen hatten.

Im Eröffnungs-Panel zum Thema „‚Fair Play und Fair Pay‘ für ein nachhaltigeres Land- und Lebensmittelsystem in Europa“ betonte Gertraud Grabmann (Bio-Austria-Obfrau), dass der Vorschlag der EU-Kommission zum Verbot unlauterer Handelspraktiken begrüßenswert sei, allerdings in einigen Bereichen noch Verbesserungsbedarf bestehe, um die strukturell bedingt schwache Position der Bäuerinnen und Bauern zu stärken. So sollten etwa unfaire Praktiken für alle Unternehmen, unabhängig von ihrer Größe, verboten werden. Deswegen brauche man weitere Initiativen, so etwa eine Gesetzesvorlage zur Transparenz in der Wertschöpfungskette.

Im zweiten Panel ging es um die Ausgestaltung der neuen Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP). Herbert Dorfmann hob in seinem Statement hervor, dass die GAP nach 2020 die Entwicklung des ländlichen Raums sowie Nachhaltigkeit fördern müsse, und nannte diesbezüglich die Unterstützung von Familienbetrieben und der Biologischen Landwirtschaft als wesentliche Maßnahmen. „Unterstützt die GAP derzeit wirklich die bäuerlichen Familienbetriebe in Europa?", fragte Dorfmann und führte aus, dass diese Frage mit Nein beantwortet werden müsse, wenn man sich die erste Säule (Direktzahlungen, Marktordnungen) der GAP ansehe.

Die 12. EOC wurde am Mittwoch mit Plenardiskussionen und Workshops zu den Themen EU-Bioverordnung und GAP beendet.
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