Agrana: Gebremste Halbjahresbilanz für Agrana
 
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Gebremste Halbjahresbilanz für Agrana

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Ein schwieriges Jahr mit guten Aussichten ist es für Agrana.
Ein schwieriges Jahr mit guten Aussichten ist es für Agrana.

Trotz mauer Kennzahlen in den Zucker- und Frucht-Segmenten wird ein Aufwärtsschwung erwartet, bei der Stärke sehen die Umsätze bereits gut aus.

Die Agrana hat ihr Halbjahresergebnis für das Geschäftsjahr 2019/20 veröffentlicht. Das EBIT hat sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 17,9 % auf 51,7 Millionen Euro verringert (EBIT-Marge 4,1 %), während die konzernweiten Umsatzerlöse mit 1,25 Milliarden Euro etwa gleich geblieben sind. Auch das operative Ergebnis ist von 57,2 Millionen auf 44 Millionen Euro geschrumpft.

Vorstandsvorsitzender DI Johann Marihart: "Das schwächere Halbjahresergebnis ist vor allem auf das negative EBIT im Segment Zucker zurückzuführen, das im Vorjahr erst im zweiten Halbjahr die hohen Verluste einfuhr. Auf Jahressicht werden wir in diesem Geschäftsbereich eine Erholung sehen, weil wir im Vergleich zum zweiten Halbjahr des Vorjahres eine deutliche Verbesserung erwarten. Der Ergebnisrückgang der Gruppe zum Halbjahr ist auch auf eine im Jahresvergleich schwächere Ergebnisentwicklung im Segment Frucht zurückzuführen, wo die Marktentwicklung bei Fruchtzubereitungen unter den Erwartungen blieb. Das Segment Stärke zeigt nach den ersten sechs Monaten die erfreulichste Entwicklung und verzeichnete gegenüber dem Vorjahr ein um 69 % gesteigertes EBIT. Dieser Geschäftsbereich profitierte von gestiegenen Ethanolpreisen, aber auch von der Erweiterung der Kapazitäten in Aschach/Donau."

Frucht

Mit 595,6 Millionen Euro Umsätzen und einem EBIT von 36,1 Millionen Euro liegt das Frucht-Segment leicht unter dem Vorjahresniveau. Während die Absätze stabil blieben, konnten die Umsätze preisbedingt nicht steigen. Als Grund dafür werden schwierige Situationen am Rohstoffmarkt und die unter den Erwartungen gelegene Absatzentwicklung im Geschäftsbereich genannt.

Stärke
Eine Steigerung von 10 % auf 407,8 Millionen Euro konnten die Umsätze im Stärke-Segment verzeichnen. Das EBIT wurde von 20,3 auf 34,3 Millionen Euro erhöht. Der Hauptgrund dafür waren deutlich höhere Ethanolumsätze aufgrund gestiegener Preis-Notierungen, auch der Bereich der Kindernahrungsmittel florierte.

Zucker

Niedrige Verkaufsmengen sorgten für einen Rückgang von 11,1 % auf 246,6 % in dem Segment. Das EBIT blieb im Minus und ging von -4,1 auf -18,7 Millionen Euro zurück.

Ausblick
Trotz der Herausforderungen erwartet die Agrana für das Geschäftsjahr 2019/20 einen Anstieg beim Konzern-EBIT, beim Umsatz wird von einem moderaten Wachstum ausgegangen. Das Investitionsvolumen beläuft sich auf 140 Millionen Euro, Hauptprojekt ist der Ausbau der Weizenstärkefabrik in Pischelsdorf bei Tulln auf die doppelte Kapazität.
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