Verband der Getränkehersteller Österreichs : ...
 
Verband der Getränkehersteller Österreichs

Getränkeverband lehnt Pfandsystem ab

pixabay.com/congerdesign
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Vorteile von Mehrweggebinden sollen die von Einweg-Lösungen nicht überwiegen.

Während die EU-Kreislaufwirtschaftskonferenz in Brüssel läuft, meldet sich der Verband der Getränkehersteller Österreichs zum Thema der ökologischen Vorteile von Mehrweggebinden gegenüber Einweg PET-Gebinden zu Wort: Für sie überwiegen die ökologischen und ökonomischen Vorteile von Mehrweg-Systemen nicht gegenüber derer von Einweg-Lösungen. "Eine Studie des Instituts für Energie- und Umweltforschung Heidelberg (IFEU) bzw. die Gesamtbetrachtung der österreichischen Gegebenheiten für Mineralwasser und Limonaden hat gezeigt, dass in Summe keine ökologischen Vor- oder Nachteile von Glas-Mehrweggebinden gegenüber PET-Einweggebinden gegeben sind", heißt es in einer Aussendung.

Grund dafür ist das hohe Sammel- und Recyclingniveau in Österreich - 8 von 10 PET-Flaschen werden bereits erfasst und als Sekundärrohstoff weiterverarbeitet. Das wird unter anderem den hohen Ansprüchen der Lebensmittelindustrie und der 2004 ins Leben gerufene Nachhaltigkeitsagenda für Getränkeverpackungen zugerechnet.

„Während auf europäischer Ebene noch über das Kreislaufwirtschaftspaket nachgedacht wurde, haben wir in Österreich bereits gehandelt. Von Anfang an standen im Rahmen dieser freiwilligen Selbstverpflichtung die Optimierung von Stoffkreisläufen, die Verbesserung von Materialeffizienz und der Einsatz von neuen innovativen Umwelttechnologien im Zentrum der umfangreichen Maßnahmen. Nur diese gemeinsamen Anstrengungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette garantieren eine nachhaltige Entwicklung im Sinne einer ökologisch und ökonomisch sinnvollen Kreislaufwirtschaft und stärken – durch laufende Forschung und Entwicklung – den Wirtschaftsstandort Österreich. Ein angedachtes Pfandsystem ist kontraproduktiv und hat als singuläre Maßnahme keine großen Erfolgschancen. Große Wirksamkeit zeigten vielmehr die gemeinsamen Bemühungen im Bereich der Nachhaltigkeitsagenda: Seit 2004 wurden durch eine Vielzahl an Maßnahmen über eine Million Tonnen CO2-Äquivalente eingespart“, so Johann Brunner, Experte des Getränkeverbandes.
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