Gmundner Molkerei: Die Bilanz einer Krise
 
Gmundner Molkerei

Die Bilanz einer Krise

Gmundner Molkerei
Michael Waidacher, Geschäftsführer der Gmundner Molkerei
Michael Waidacher, Geschäftsführer der Gmundner Molkerei

Die Gmundner Molkerei zieht Bilanz über die Coronakrise, wegen der es nach wie vor viele Herausforderungen zu bewältigen gilt. 

Die oberösterreichische Molkerei hatte sich mit Anfang März schon relativ früh auf die drohende Coronakrise vorbereitet und erlebte leitete vor den entscheidenden Pressekonferenzen am 13. März 2020 Maßnahmen ein, um eine reibungslose Produktion zu gewährleiten. Herausfordernd war dabei unter anderem, dass sich der offizielle Informationsstand nahezu täglich änderte, was in weiterer Folge eine Achterbahnfahrt auf den Absatzmärkten nach sich zog - eine Auswirkungen der Hamsterkäufe. 

„Unser oberstes Ziel war und ist es, die Produktion und damit die Versorgungssicherheit mit Lebensmitteln aufrecht zu halten. Das bedeutete für uns neben einer sofortigen massiven Erhöhung der Schutzmaßnahmen die Vorbereitung auf unterschiedliche Entwicklungsszenarien“, schildert Geschäftsführer Mag. Michael Waidacher. „Auch wenn mit jeder Woche die Prioritäten immer wieder neu gesetzt werden mussten, so standen die Gesundheit von Mitarbeitern und unseren Landwirten immer an oberster Stelle." 

Mehr als die Hälfte aller von der Molkerei erzeugten Milchprodukte ist für den Export bestimmt. Der Shutdown in vielen wichtigen Exportländern wie Italien, Deutschland, Griechenland und Spanien sowie der Wegfall des Absatzkanals Gastronomie und Hotellerie stellten die Gmundner Molkerei vor zusätzliche Herausforderungen. „Gerade in den ersten Wochen der Krise mussten wir teilweise Bestellvolumen rationieren, um für alle Kunden lieferfähig zu bleiben. Auch wenn sich die Lage etwas stabilisiert hat, so bereiten wir uns jetzt auf das langerwartete Hochfahren der Gastronomie und Hotellerie vor. Auch sind wir mit unseren Kunden in engem Kontakt und versuchen, mit speziellen Paketen den Start zu unterstützen“, so Waidacher, der auch auf die Situation in den landwirtschaftlichen Betrieben aufmerksam machen will. Auch sie sind von der aktuellen Krise schwer gebeutelt und leisten trotz allem bravourös ihren Beitrag zur Aufrechterhaltung der Lebensmittelversorgung. 

„Auch wenn diese Krise noch nicht durchgestanden ist, wir die Auswirkungen noch nicht abschätzen können, eines steht fest: Der Zusammenhalt unserer Mitarbeiter, Landwirte, Partner und nicht zuletzt der Konsumenten wird uns auch durch die kommenden Monate tragen", ist Waidacher überzeugt.

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