GSK: Neuer FMCG-Riese namens Haleon
 
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Neuer FMCG-Riese namens Haleon

Der britische Pharmakonzern GlaxoSmithKline (GSK) spaltet sein Konsumgütergeschäft ab und wird dieses unter dem Firmennamen Haleon Mitte des Jahres 2022 als eigenes Unternehmen an die Londoner Börse bringen.

Mit Marken wie Sensodyne, Odol, Parodontax, Otrivin, Voltaren oder Centrum setzt GSK in weltweit 100 Ländern rund zehn Milliarden Pfund - umgerechnet zwölf Milliarden Euro - pro Jahr um. Dieses Geschäftsfeld gliedert der Pharmariese nun in ein eigenes Unternehmen namens Haleon (ausgesprochen "Hay-Lee-On") aus. Bei dieser Namenskreation standen laut GSK die beiden Wörter "Hale" (englische Bezeichnung für gesund, rüstig) und "Leon" (Ableitung aus dem Wort Löwe, einem Symbol der Stärke) Pate.

Genau Details zu dem Demerger wird GSK zwar erst am Consumer Healthcare Capital Markets Day am 28. Februar 2022 präsentieren. Im Vorfeld gab man jedoch bereits bekannt, dass sich GSK von mindestens 80 Prozent der Anteile am neuen Unternehmen trennt. Aktien von Haleon werden ab Mitte des Jahres 2022 an der London Stock Exchange notieren bzw. American Depositary Receipts (ADRs) in den USA. Ab Ende des Jahres 2024 wird Haleon dann die neue Firmenzentrale in Weybridge im Südwesten von London beziehen, wo auch ein Forschungs- und Entwicklungszentrum untergebracht sein wird. Die Führungsspitze des neuen FMCG-Riesens steht auch bereits fest. Im Juli 2021 wurde Brian McNamara, der schon seit dem Jahr 2016 das Konsumgütergeschäft von GSK leitet, als zukünftiger CEO präsentiert, im Dezember 2021 dann Dave Lewis, ehemaliger CEO von Tesco, als zukünftiger Chairman.

An einer Übernahme der Konsumgütersparte von GSK zeigte auch Unilever Interesse. Der Verkauf scheiterte schlussendlich aber an unterschiedlichen Preisvorstellungen. 
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