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Lindt/Haribo

Haribo und Lindt streiten um den Goldbären

Haribo
© Haribo
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Der seit Jahren andauernde Streit zwischen Haribo und Lindt um die Marke Goldbär beschäftigt wieder die Gerichte. Nachdem Ende 2012 der Fruchtgummihersteller Recht bekommen hat, hat aktuell der Schweizer Schokoladeproduzent die Nase vorn.

Bei der Auseinandersetzung der beiden Süßwarenhersteller steht die Frage im Raum, ob Lindt durch die Einführung des in Goldfolie eingewickelten, schokoladigen Lindt Teddys die Rechte der Marke "Goldbären" von Haribo verletzt hat.

Haribo siegte in 1. Instanz
Der Fruchtgummihersteller mit Sitz in Bonn will die Lindt Teddys verbieten lassen, weil er sowohl das Wortmarkenrecht "Goldbär" als auch das Bildmarkenrecht an dem gelben Bären mit der roten Schleife besitzt. In erster Instanz hat Haribo zwar vom Landgericht Köln Recht bekommen; weil das Oberlandesgericht diese Einschätzung aber nicht teilt, ging der Streit nun in die zweite Runde.

Lindt derzeit bessere Karten
Am Freitag gab der sechste Zivilsensat des Kölner Oberlandesgerichts in einer vorläufigen Einschätzung bekannt, dass er keine Verletzung der Haribo-Markenrechte durch Lindt sehe, da keine Verwechslungsgefahr bestehe. Mit einer endgültigen Entscheidung ist vorraussichtlich am 11. April zu rechnen.

Streit bis zum bitteren Ende
Beide Hersteller haben allerdings bereits angekündigt, den Streit durch alle Instanzen auszufechten, um Rechtssicherheit zu erlangen. Denn bisher gibt es noch keine höchsrichterliche Rechtssprechung darüber, inwieweit eine Wortmarke mit einem dreidimensionalen Objekt kollidieren kann. Somit wird die Auseinandersetzung wohl auch noch den Bundesgerichtshof beschäftigen.

© Lindt
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