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Landwirtschaftskammer/Landwirtschaftsministerium

Herkunft als Chance

Landwirtschaftskammer Ö/APA-Fotoservice/Juhasz
Bundesministerin Elisabeth Köstinger und LK Österreich-Präsident Josef Moosbrugger setzen sich für Herkunftsbezeichnung ein. © Landwirtschaftskammer Ö/APA-Fotoservice/Juhasz
Bundesministerin Elisabeth Köstinger und LK Österreich-Präsident Josef Moosbrugger setzen sich für Herkunftsbezeichnung ein. © Landwirtschaftskammer Ö/APA-Fotoservice/Juhasz

„Mit einer verpflichtenden Herkunftskennzeichnung könnten wir die Wertschöpfung auf unseren bäuerlichen Familienbetrieben steigern“, erklärte Elisabeth Köstinger, Bundesministerin für Nachhaltigkeit und Tourismus, bei der Internationalen Grünen Woche in Berlin.

Die verpflichtende Herkunftskennzeichnung soll laut Regierungsprogramm für verarbeitete Produkte sowie für die Gemeinschaftsverpflegung bei Eier-, Fleisch- und Milchprodukten verankert werden. Als Vorbild dienen dabei das italienische und das französische Modell. „Unser gemeinsames Ziel für 2019 ist es, ein machbares System zu erarbeiten. Ich sehe die verpflichtende Herkunftskennzeichnung aber auch als große Chance für unsere bäuerlichen Familienbetriebe“, erklärte Köstinger.

„Unsere Bäuerinnen und Bauern bieten den Konsumenten täglich Lebensmittel höchster Qualität, erzeugt nach europaweit strengsten Vorschriften. Für den Bereich der Gemeinschaftsverpflegung hat die Landwirtschaftskammer Österreich 2016 die Initiative ‚Gut zu wissen‘ ins Leben gerufen, die für Gäste Klarheit bringen soll. Uns geht es mit dieser Initiative darum, den Wert der Lebensmittel wieder bewusst zu machen: Sie sind preiswert, das heißt, sie sind ihren Preis wert", stellte LK Österreich-Präsident Josef Moosbrugger ebenfalls im Rahmen der Grünen Woche in Berlin vor Journalisten fest.

Derzeit wissen Gäste in Kantinen, Mensen, Schulen, Kindergärten, Spitälern, Seniorenheimen oder Kasernen meist nicht, woher das Essen stammt. Auch im Lebensmittelhandel, wo die Herkunft von Fleisch und Eiern gekennzeichnet wird, gibt es noch offene Punkte. „Nach dem Vorbild der Initiative ‚Gut zu wissen‘ müssen wir nun den nächsten Schritt gehen. Wir wollen daher, wie im Regierungsprogramm vereinbart, eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung von Fleisch, Milch und Eiern in der Gemeinschaftsverpflegung gesetzlich verankern“, erklärte Moosbrugger.
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