Huber: Huber beantragt Sanierungsplan
 
Huber

Huber beantragt Sanierungsplan

Huber Shop
Huber bietet mehrere Modelinien über den Webshop an.
Huber bietet mehrere Modelinien über den Webshop an.

Die Spatzen pfiffen es bereits von den Dächern, jetzt ist es Gewissheit: Der Vorarlberger Wäschehersteller Huber ist in erhebliche finanzielle Schieflage geraten.

Der Konzern mit Sitz in Götzis und Mäders beschäftigt hierzulande 700 Mitarbeiter und hat die Marken Huber Tricot, Skiny, Hanro und Hom im Portfolio. Insgesamt betreiben die Wäschespezialisten 70 eigene Shops. Als eine Hausmarke der Österreicher versorgt Huber die Nation seit über 100 Jahren mit hochwertiger Tag- und Nachtwäsche. In den letzten Saisonen sorgten hohe Kosten und eine schwächelnde Performance am POS bei vielen Wäscheherstellern für schwache Ergebnisse, die Corona-Krise scheint die Lage nun weiter verschärft zu haben. Vor zwei Jahren wurden bei Huber dann erste Maßnahmen zur Verbesserung der Liquiditätssituation des Unternehmens ergriffen, dennoch schlossen die Vorarlberger des Geschäftsjahr 2018 mit einem Bilanzverlust ab.


Gerüchte

Bereits vor einer Woche berichtete die Tageszeitung Kurier über Gerüchte, Huber stünde ein Sanierungsverfahren ins Haus. Das wurde vorerst dementiert. Am 28. Mai hat die Huber Holding AG schließlich für vier Gesellschaften der Gruppe - die Huber Holding AG, die Arula GmbH, die Huber Shop GmbH sowie die Huber Tricot GmbH - Anträge auf Einleitung eines Sanierungsplanverfahrens in Eigenverantwortung beim Landgericht Feldkirch eingereicht. Weitere Konzerngesellschaften seien laut Unternehmensführung nicht betroffen. Der Geschäftsbetrieb laufe unverändert weiter, die Liquidität sei in Abstimmung mit den finanzierenden Banken gesichert. Die erforderlichen Restrukturierungsmaßnahmen würden nun mit einem Sanierungsverwalter umgesetzt. Man hoffe, dass  die Gruppe gestärkt aus dem Prozess hervorgehen werde.

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