Waldquelle Kobersdorf: Investieren statt resi...
 
Waldquelle/C. Jobst
"Wir sind längst die Nummer 2 am österreichischen Mineralwassermarkt", freut sich Waldquelle Geschäftsführer Herbert Czech.© Waldquelle/C. Jobst
"Wir sind längst die Nummer 2 am österreichischen Mineralwassermarkt", freut sich Waldquelle Geschäftsführer Herbert Czech.© Waldquelle/C. Jobst

Das Wachstum des burgenländischen Mineralwasserbrunnens Waldquelle aus Kobersdorf lag auch im abgelaufenen Jahr weit über dem Branchenschnitt. Während der gesamtösterreichische Mineralwassermarkt 2009 laut Nielsen mengenmäßig lediglich um 1,3 Prozent zulegte, verzeichnete Waldquelle einschließlich Flywell und Traubisoda eine Absatzsteigerung um mehr als 7 Prozent auf über 120 Millionen Liter, der Umsatz legte sogar um 8,7 Prozent zu und erreichte 21 Millionen Euro.

Noch eindrucksvoller fallen die Waldquelle-Zahlen in einem 5-Jahres- Vergleich aus: hielt man anno 2004 im heimischen Lebensmittelhandel (ohne Lidl und Hofer) mengenmäßig einen Marktanteil von 11,8 Prozent, so ist dieser mittlerweile auf 18,4 Prozent geklettert, also um fast 60 Prozent gestiegen. „Im letzten halben Jahrzehnt hat außer den Private Labels eine einzige Mineralwassermarke Zuwächse erzielt  - und das war die Waldquelle“, betont Waldquelle Geschäftsführer Herbert Czech. Dass der erfolgreiche Kurs auch im Vorjahr fortgesetzt werden konnte, führt er insbesonders auf die erstmalige Fernsehwerbung des Unternehmens zurück: „Wir haben in wirtschaftlich schwierigeren Zeiten investiert - und nicht resigniert.“ 

Positiv schlugen sich auch die Ausweitung der gewichteten Distribution  auf mittlerweile 96 Prozent, gelungene Promotion-Aktionen, ein kräftiges Plus der Waldquelle Flywell-Produktlinie (plus 25 Prozent) und von Traubisoda (plus 15 Prozent) nieder. „Das Wetter hat uns im Vorjahr wenig geholfen“, sagt Czech, „dazu waren die Hitzeperioden zu kurz.“ Schwierig ist es, die Erhöhung der ARA-Gebühren um 25 Prozent weiterzugeben.

Fürs heurige Jahr ist der Waldquelle-Geschäftsführer zuversichtlich: „Wir werden mit der Fernsehwerbung fortfahren“,  kündigt er an, „und wir haben Innovationen in der Pipeline.“ Wieder zulegen soll auch das Kultgetränk Traubisoda, das heuer 80 Jahre alt wird. Herbert Czech: „Im Vorjahr machte der Exportanteil von Traubisoda bereits 10 Prozent aus, den wollen wir in Deutschland weiter steigern.“
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