Beam: Japan-Konzern Suntory will Jim Beam
 
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Japan-Konzern Suntory will Jim Beam

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Der japanische Spirituosenkonzern Suntory will für 16 Milliarden Dollar (rund zwölf Milliarden Euro) den US-Whiskyerzeuger Jim Beam übernehmen. Damit würde der global drittgrößte Spirituosenkonzern nach Diageo und Pernod Ricard entstehen.

Suntory und Beam verkündeten, dass der Kauf im zweiten Quartal dieses Jahres abgeschlossen sein soll - vorbehaltlich der Zustimmung der Wettbewerbshüter sowie der Jim-Beam-Aktionäre. Die Angebotssumme von 16 Mrd. Dollar setzt sich aus 13,6 Mrd. Dollar in bar und der Übernahme von Schulden zusammen.

Suntory ist der größte Whiskyhersteller Japans. Jim Beam gehört neben der Stammmarke beispielsweise der Bourbon-Whisky Maker's Mark und die Tequila-Marke Sauza. Nach der Übernahme wäre Suntory mit einem Umsatz von mehr als 4,3 Milliarden Dollar jährlich drittgrößter Hersteller auf dem weltweiten Spirituosenmarkt. Der US-Whiskyerzeuger soll vom aktuellen Management weitergeführt werden. Die Konzerne arbeiten im Vertrieb schon jetzt zusammen.

Die Jim-Beam-Aktionäre sollen 83,50 Dollar pro Aktie erhalten, 25 Prozent mehr als der Kurs der Aktie am vergangenen Freitag. Zwischenzeitlich stiegen die Aktien seither sogar über diesen Angebotspreis. Börsianer können sich vorstellen, dass nun andere Investoren Konkurrenzangebote gegen die Offerte aus Japan legen könnten. 2009 hatte Suntory den europäischen Limonaden-Hersteller Orangina Schweppes übernommen, im September 2013 für 1,6 Milliarden Euro die Softdrink-Geschäfte des britischen Pharma-Herstellers GlaxoSmithKline. Suntory beschaffte sich zuletzt beim größten asiatischen Börsegang 2013 fast 4 Milliarden Dollar von Investoren.
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