Josef Manner u. Comp.: Durchwachsenes Halbjah...
 
Josef Manner u. Comp.

Durchwachsenes Halbjahr für Traditionsunternehmen

Josef Manner u. Comp.

Eine schwache Tourismus-Saison macht den Manner-Shops nach wie vor zu schaffen. Insgesamt fehlten dem Traditionsunternehmen 4 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2021.

Der österreichische Süßwarenhersteller Manner erwirtschaftete in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2021 (von Jänner bis Juni) rund 106,9 Millionen Euro. Gegenüber der Vorjahresperiode sind das 5,9 Prozent bzw. knapp 6 Millionen Euro mehr. Das Betriebsergebnis fiel mit minus 3,7 Millionen Euro jedoch negativ aus. Der Gewinn verringerte sich sogar um 4 Millionen Euro. Grund sind unter anderem die fehlenden Touristen in Österreich, bei denen Manner als österreichische Traditionsmarke seit jeher sehr beliebt ist. Dadurch stieg der Inlandsumsatz insgesamt nur sehr gering an. Eine Folge daraus ist die entsprechende Steigerung der Exportquote betreffend Warenumsätze von 64,0 Prozent im Vorjahr auf 65,9 Prozent per Juni 2021, heißt es im Geschäftsbericht. Zusätzliche Belastungen ergaben sich durch gestiegene Rohstoffpreise, wie beispielsweise für Fett, Mehl und Zucker, ebenso wie höhere Energiekosten. 

"Ein herausforderndes erstes Halbjahr 2021 ist zu Ende gegangen. Einschränkungen der Covid-19 Krise wirken sich nach wie vor, insbesondere auf den Geschäftsgang im Zusammenhang mit fehlenden Touristen, negativ aus. So sind die Umsätze der Manner-Shops noch immer auf sehr tiefem Niveau, und nicht zu vergleichen mit Zeiten vor der Krise. In nahezu allen Ländern konnten die Umsätze gesteigert werden. Anteilig am stärksten ist der Umsatz im Nachbarland Deutschland erhöht. Hinsichtlich der Marken im Hause Manner konnte man bei Casali den stärksten prozentualen Anstieg verzeichnen", schreibt Ernst Burger, Vorsitzender des Aufsichtsrats, im Geschäftsbericht.

Auf Cash-Nachfrage kommentiert Geschäftsführer Andreas Kutil die Situation wie folgt: "Das Geschäftsjahr 2021 steht bei Manner ganz im Zeichen der Nachhaltigkeit, wir haben unser Manner Schnitten- und Waffelsortiment auf Fairtrade zertifizierten Kakao umgestellt, eine Photovoltaik-Anlage am Produktionsstandort Wolkersdorf in Betrieb genommen und 12 Bienenvölker willkommen geheißen. Aber 2021 war bisher auch geprägt von Einschränkungen rund um die Pandemie. Gestiegene Rohstoffkosten sowie hohe Energie- und Verpackungskosten sind derzeit ebenfalls herausfordernd", so Kutil. Für das Weihnachtsgeschäft gibt sich der neue Manner-Chef trotzdem optimistisch.

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