Kattus: 30 Jahre Frizzante
 
Kattus

Mit der Einführung von Frizzante in Österreich 1992 gab Kattus dem Schaumweinmarkt einen neuen Twist und Schlug der Sektsteuer gleichzeitig ein Schnippchen.

Es war eine klassische "aus der Not eine Tugend machen" Aktion, die Maria und Ernst Polsterer-Kattus 1992 dazu veranlasste im Schaumweinbereich etwas Neues auszuprobieren. Denn als Schaumweinsteuer um 150 Prozent von 18 auf 27 Österreichische Schillinge (1,96 Euro bzw. heute 3,21 Euro mit Inflationsbereinigung) erhöht wurde, war die Laune bei den heimischen Sektherstellern entsprechend getrübt. Zusammen mit Michael Satke, der damals die Reiss Bar besaß, versuchte man eine Lösung für den rückläufigen Absatz zu finden und wurde in Italien fündig. Der italienische Frizzante wurde nämlich aufgrund seines geringen Flaschendrucks vom Fiskus als Wein eingestuft. Kattus machte eine österreichische Version daraus und setzt dabei bis heute auf leichte, hochwertige Grundweine von Weinbauern aus dem Weinviertel.

"Schon nach einem Jahr war die Nachfrage so groß, dass alle großen Handelspartner Kattus Frizzante in ihrem Sortiment gelistet hatten", erinnert sich Ernst Polsterer-Kattus und erzählt weiter: "Durch den großen Erfolg der Innovation Kattus Frizzante ließ sich der steuerlich bedingte Rückgang des Sektmarktes leicht wettmachen. Wir konnten neue Konsumentinnen und Konsumenten erreichen und die Marke Kattus war omnipräsent. Binnen weniger Monate kannte man Kattus nicht nur als traditionsreiche Sektkellerei. Kattus wurde zum Ausdruck des Lifestyles und Inbegriff des Zeitgeists. Schaumweingenuss wurde durch den Preisvorteil demokratisiert."

Zum Kattus Frizzante kamen immer wieder neue Geschmacksvariationen hinzu, 2016 der Frizzante Ingwer-Melise und der Frizzante Gurke-Gartenminze sowie ein Frizzante Gemischter Satz. Bereits 2014 machte man mit einem im 19. Wiener Gemeindebezirk beheimateten Familienunternehmen gemeinsame Sache und entwickelte den Kattus Frizzante Almdudler, dessen Etikett das bekannte Trachtenpärchen zierte. Freilich konnten sich nicht alle diese Sondereditionen durchsetzen, sorgten aber für Gesprächsstoff und sollten in das Image der Marke einzahlen. Heute wird Frizzante von Kattus in den vier Sorten Frizzante Original, Frizzante Rosé, Frizzante MusKATTUS und Frizzante Gemischter Satz getrunken.
Kattus Verkostungsnotizen

KattusFrizzante Original

Frisch wie ein Garten-Spaziergang: Zitrusfrüchte, Apfel und etwas weißer Pfeffer laden ein. Druckvoll und kühl zugleich, vermag dieser Frizzante gute Laune zu verbreiten. Bei seinem animierenden Abgang bleibt es auch nicht bei einem Glas.

Kattus Frizzante Gemischter Satz

So prickelt Wien! Typischer Veltliner-Duft vereint sich im Bukett mit der Würze und dem „Nusserl“ der anderen Sorten aus dem Weingarten. Saftig wie eine Blutorange und zart röstig wie eine Haselnuss stellt dieses Glas einen weltstädtischen Wein dar.

Kattus Frizzante MusKATTUS

Leichtfüßige Blütendüfte und frische Pomelo-Schale, so duftet der fein ziselierte Frizzante mit dem Hauch von Muskatnuss. Am Gaumen bricht zarte Süße durch, hier zeigt sich seine filigrane Handschrift. Im Finale würzt dann Weißer Sesam den fruchtigen Zeitgenossen.

Kattus Frizzante Rosé

Typischer Rosé-Duft (Himbeere und Pink Grapefruit) macht neugierig auf einen unkonventionellen Kattus-Frizzante aus Zweigelt-Trauben, der mit feiner Perlage erfrischt. Ein Kern aus Passionsfrucht sorgt für das erfrischende, herb-süße Gaumenspiel, von dem man nicht genug bekommen kann.



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