Landwirtschaftskammer Österreich: Leicht unte...
 
Landwirtschaftskammer Österreich

Leicht unterdurchschnittliche Getreideernte 2021 erwartet

Hans Linde - pixabay.com

Mit einer geschätzten Menge von 2,88 Millionen Tonnen dürfte Österreichs Getreideernte heuer leicht unter dem 5-Jahres-Durchschnitt von 2,93 Millionen Tonnen liegen.

Österreichs Getreideernte befindet sich zwar erst in der Anfangsphase, doch es gibt bereits einige aussagekräftige Schätzungen von AMA, Statistik Austria und Landwirtschaftskammer Österreich. Demnach dürften heuer rund 2,88 Tonnen Getreide (Weizen/Dinkel, Roggen, Gerste, Hafer, Triticale, sonstiges Getreide) in den heimischen Speichern landen. Dies ist ein Rückgang um sieben Prozent gegenüber dem Vorjahr bzw. zwei Prozent gegenüber dem Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2020. Die österreichische Getreideanbaufläche reduzierte sich dabei um sieben Prozent gegenüber dem 5-Jahres-Niveau auf 516.445 Hektar. Die Durchschnittserträge sollte sich auf 5,58 Tonnen pro Hektar belaufen und damit um 2,3 Prozent unter dem Vorjahreswert sein.

Die Weichweizenmenge dürfte heuer mit 1,45 Millionen Tonnen um fünf Prozent unter dem 5-Jahresschnitt ausfallen. Auch die Roggenmenge wird diesmal aller Voraussicht nach mit 170.200 Tonnen um sieben Prozent unter dem mehrjährigen Durchschnitt liegen. Im Aufwind befindet sich Hafer, wo es ein Mengenplus von 19 Prozent gegenüber dem 5-Jahres-Durchschnitt auf 97.300 Tonnen geben sollte.

Als Gründe für die leicht unterdurchschnittliche Ernteschätzung 2021 führt die Landwirtschaftskammer Österreich unter anderem die feuchte Witterung im Herbst 2020 an. Diese hätte den Anbau des Wintergetreides häufig erschwert. Zudem haben sich die kühlen Temperaturen im Frühjahr 2021 negativ ausgewirkt. "Die Getreidebestände sind daher dünn mit weniger Halmen je Quadratmeter", so die bäuerliche Interessensvertretung in einer Aussendung.
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