Manner: Manner-Produktionsgebäude teilweise e...
 
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Manner-Produktionsgebäude teilweise eingestürzt

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Aus noch ungeklärter Ursuache ist am Freitag, 17.10.2014, gegen 17.15 Uhr ein Gebäudeteil eines Produktionsbereichs der Manner-Fabrik in Wien Hernals eingestürzt. Personen wurden nicht verletzt. Ob und wann die Produktion im betroffenen Objekt wieder aufgenommen werden kann, steht noch nicht fest.

"Das Wichtigste ist für uns, dass keine Personen zu Schaden kamen. In den ersten Stunden galt es, diese Tatsache abzusichern", erklärte Thomas Gratzer, Vorstand Produktion bei Manner, unmittelbar nach dem Unglück. Und auch Firmengründer Carl Manner, der das Unternehmen selbst mehr als 50 Jahre geführt hat, meinte in einer erste Reaktion, dass sich die Schutzmarke Stephansdom bewährt habe, weil niemand verletzt wurde.

Einsturzursache unklar
Der vierstöckige Gebäudeteil ist vom Keller bis zum Dach teilweise eingestürzt - der Sachschaden dürfte erheblich sein. Experten haben am Wochenende Messpunkte an der Fassade angebracht, um herauszufinden wie stabil das Gebäude aktuell ist. Derzeit finden kontinuierlich behördliche Begehungen statt. Ob und wann der gesperrte Bereich wieder frei gegeben und die Produktion wieder aufgenommen werden kann, steht noch nicht fest.
Der Grund für den Einsturz ist immer noch unklar. Allerdings wurden Vermutungen laut, dass die derzeit durchgeführten Bauarbeiten damit in Zusammenhang stehen könnten, was die Baupolizei laut letzten Erkenntnissen aber widerlegt hat. Der Traditionsbetrieb, der mit Marken wie Manner, Casali, Napoli, Ildefonso oder Viktor Schmidt seit über 120 Jahren die Süßwarenlandschaft prägt, investiert seit dem Jahr 2012 rund 30 Millionen Euro in den Umbau seines Firmenstandortes. Mit den Arbeiten wollte das Unternehmen bis Ende 2015 fertig sein.

Lieferzusagen werden halten
Wie es jetzt in der Fabrik in Wien Hernals weitergeht, entscheidet sich in den nächsten Tagen. Dr. Alfred Schrott, Vorstand Marketing und Vertrieb, erklärt: "Manner produziert in vier Objekten, eines davon in Perg, eines in Wolkersdorf und zwei in Wien 17. Von diesem Unglück ist ein Objekt in Wien betroffen. In den anderen drei Objekten kann weiter produziert werden. Wir sind bemüht, die Lieferzusagen so weit wie möglich einzuhalten." Und weiter meint er: "Was wir sagen können, ist, dass die Manner Schnitte und auch die Saisonware für Weihnachten vom Produktionsausfall nicht betroffen sind."

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