Marine Stewardship Council: 25 Jahre MSC
 
Marine Stewardship Council

25 Jahre MSC

Ilia Nesolenyi - stock.adobe.com
Zum Welttag des Meeres am 8. Juni veröffentlicht MSC eine Studie zum Verhältnis der Konsumenten mit dem Schutz der Meere. Aus Umweltgründen hätten die Hälfte der 25.000 teilnehmenden Befragten in den vergangenen beiden Jahren ihren Lebensmittelkonsum geändert.
Zum Welttag des Meeres am 8. Juni veröffentlicht MSC eine Studie zum Verhältnis der Konsumenten mit dem Schutz der Meere. Aus Umweltgründen hätten die Hälfte der 25.000 teilnehmenden Befragten in den vergangenen beiden Jahren ihren Lebensmittelkonsum geändert.

Das Gütesiegel für Fisch und Meeresfrüchte hat zum Jubiläum eine Umfrage rund um den Schutz der Weltmeere durchgeführt.

 MSC - die internationale, gemeinnützige Organisation, die 1997 gegründet wurde - verwaltet das weltweit erste und bis heute anerkannteste Zertifizierungsprogramm für nachhaltige Fischereien. Mehr als 400 Fischereien in 52 Ländern rund um den Globus haben sich in den vergangenen 25 Jahren erfolgreich nach den strengen Umweltkriterien des MSC von unabhängigen Gutachtern prüfen und zertifizieren lassen. 1.700 messbare Verbesserungen auf und in unseren Meeren haben diese zertifizierten Fischereien seitdem bewirkt: Schutz von Seevögeln und sensiblen Lebensräumen, weniger Beifang, mehr Forschung, mehr Schutzgebiete, bessere Kontrollen und effektiveres Bestandsmanagement. Hinzu kommen all jene Verbesserungen, die die Fischereien schon im Vorfeld ihres Bewertungsprozesses umgesetzt haben, um überhaupt die Chance auf eine erfolgreiche Zertifizierung zu haben. Mehr als 5.000 Unternehmen weltweit haben in den vergangenen 25 Jahren MSC-zertifizierten Fisch und Meeresfrüchte in ihr Angebot aufgenommen und Konsumenten rund um den Globus können heute aus über 20.000 Fischprodukten mit MSC-Siegel wählen.

Bewusstsein ändert das Konsumverhalten

Passend zum Welttag des Meeres am 8. Juni hat MSC nun eine Studie zum Verhältnis der Konsumenten mit dem Schutz der Meere veröffentlicht. Die unabhängige, repräsentative Umfrage, die durch das Marktforschungsinstitut GlobeScan in 23 Ländern durchgeführt wurde und an der 25.000 Personen teilnahmen, ist die weltweit größte ihrer Art. Knapp 90 Prozent aller Menschen weltweit, so ein Ergebnis der Umfrage, sind besorgt über den Zustand der Meere. In Österreich sind es 89 Prozent. Vor allem um Meeresverschmutzung (73 %), Überfischung (51 %) und die Auswirkungen des Klimawandels auf die Meere (36 %) machen sich die Menschen hierzulande Gedanken. Global wie auch in Österreich teilen heute mehr Menschen, denn je die Ansicht, dass sie mit ihren eigenen Konsumentscheidungen Einfluss auf den Zustand der Meere und Fischbestände nehmen können: Vertraten diese Ansicht in Österreich 2020 noch 55 Prozent der Befragten, waren es 2022 bereits 65 Prozent.

Konsequent haben denn auch 50 Prozent aller Befragten laut eigener Angabe ihren Lebensmittelkonsum in den vergangenen zwei Jahren aus Umweltgründen geändert – mal geringfügig, mal signifikant. Mit diesem Prozentsatz liegt Österreich deutlich über dem weltweiten Durchschnitt. Obwohl der größte Veränderungswille dabei beim Thema Fleischkonsum zu erkennen ist, gab es hierzulande bei vielen Befragten auch ein Umdenken in Sachen Fisch: 36 Prozent der Befragten sagten aus, beim Fischkauf heute stärker als noch vor zwei Jahren generell auf die nachhaltige Herkunft ihres Fischs zu achten, weitere 34 Prozent gaben an, besonders auf Nachhaltigkeitssiegel zu achten. An dritter und vierter Stelle folgen mit 21 Prozent diejenigen, die angaben, verstärkt auf die Vermeidung von Plastik-Verpackungen bei Fisch zu achten, sowie diejenigen, die heute weniger häufig Fisch essen als bisher (20 %). Ganz auf Fisch verzichten möchten allerdings nur drei Prozent der in Österreich Befragten.

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